Die Prophezeiungen des Nostradamus (komplett)

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EINLEITUNG

VON M. MICHEL NOSTRADAMUS

zu seinen Prophezeiungen.

Für den Sohn Cäsar Nostradamus

Leben & Glückseligkeit

DEIN SPÄTES Erscheinen, Cäsar Nostradamus, mein Sohn, befleißigt mich,
meine gesamte Zeit mit andauernden Nachtwachen zu verbringen, um durch
das Geschriebene Bericht zu erstatten, von dem, was das göttliche Wesen
durch astronomische Verläufe mir Kenntnis gegeben hat; Dir zum Andenken,
und nach der körperlichen Auslöschung Deiner Nachkommenschaft, zum
allgemeinen Nutzen der Menschheit.

   Und sodann, daß es dem unsterblichen Gott gefallen hat, daß Du nicht in
natürlichem Licht auf dieser Erdenfläche angekommen bist - ich möchte nicht
Deine Jahre sagen, welche auch noch nicht relevant sind - aber Deine, dem
Mars geweihten Monate, untauglich, um in Deinem schwachen Verstand auf-
zunehmen, was ich nach meinen vergangenen Tagen einschließen werde:

   Siehe, daß es nicht möglich ist, Dir durch Geschriebenes zu hinterlassen,
all jenes was durch den Zahn der Zeit ausgelöscht wird: Denn das Erbwort
der geheimen Prophezeiungen wird in meinem Magen eingeschlossen sein:

   Auch betrachtend, daß die zukünftigen Vorfälle der menschlichen Bestim-
mung ungewiß sind und, daß alles durch die Macht des unberechenbaren
Gottes, regiert und gesteuert wird, Ruhm eingebend weder durch "bacchante"
Leidenschaft noch durch "timphatique" Bewegung, aber durch astronomische
Aussagen. Nur die vom göttlichen Hauch Inspirierten können weissa-
gen, und der prophetische Geist insbesondere.

   Wie oft habe ich über einen langen Zeitraum mehrere Male vorausgesagt,
was sodann auch in einzelnen Gebieten eingetroffen ist! Und das, was alles
passierte, glückliche und widrige Erscheinungen - ich schreibe es der göttli-chen
Kraft und der göttlicher Eingebung zu - wurde mit rascher Geschwin-
digkeit ausgesprochen, und traf sodann in den Erdengegenden ein. Auf Grund
der Verheerungen der Gegenwart und dem größten Teil der Zukunft, war es '
mein Wille, nicht alles aufzuschreiben, also zu verschweigen, warum Regie-
rungen, Parteien und Religionen sich so gegensätzlich verändern. Vor der
diametralen Gegenwart, mit Respekt zu sehen, daß - wenn ich nun von jen-
em was kommen wird, Bericht erstatte - jene von der Regierung, Partei, Reli-
gion und vom Glauben es so schlecht übereinstimmend mit ihren Vorstellun-
gen finden, daß sie damit beginnen, all das zu verdammen, was man zu
sehen und zu erkennen noch lernen wird. Bedenkt auch den Satz des wahren
Erlösers: Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werfe die Perlen nicht
vor die Säue, damit sie sie nicht mit ihren Füßen zertreten & sich um-
wenden, Euch zu zerreißen, was auch der Grund war, meine Sprache dem
Gemeinverständlichen, und die Feder dem Papier, wieder zu entziehen.

    Also habe ich mich entschlossen, der Allgemeinheit durch schwer ver-
ständliche und verwickelte Sätze die zukünftigen Dinge so zu erklären, daß
sogar die dringensten und jenes, was ich erhellt habe - auch menschliche
Veränderungen, die kommen werden - dem empfindlichen Ohr nicht zum
Ärgernis gereichen. Alles ist unter nebelhafter Gestalt geschrieben, mehr als
anderes Prophetisches, da es verborgen ist, den Gelehrten & den Wei-
sen; den Mächtigen & Königen & offenbart den Kleinen & Geringen.
& den Propheten durch und den Weg des unsterblichen Gottes und der guten
Engel.

   So kommt der Geist der Wahrsagung; wodurch sie die entfernten Dinge
sehen und zukünftige Ereignisse voraussagen können: Denn überhaupt nichts
können sie vollenden ohne ihn. In ihm ist die Macht und die Güte zu den
Untertanen so groß, daß sich uns, während sie in ihm wohnen - ungeachtet
anderer innewohnender Wirklichkeiten, ähnlich der Sache des guten Geistes -
diese Wärme und wahrsagerische Macht nähert. Als ob uns die Sonnen-
strahlen erreichen, welche ihren Einfluß auf belebte und unbelebte Körper
ausüben. Was uns betrifft, die wir Menschen sind, können wir nichts für un-
sere natürliche Versuchung und Neigung des Ergründenwollens der verbor-
genen Geheimnisse Gottes, des Schöpfers, denn wir kennen weder den
Tag noch die Stunde etc.

   Dennoch können in der Gegenwart Personen sein, welchen Gott der
Schöpfer durch bildliche Eindrücke einige Geheimnisse enthüllen wollte, dies,
wie schon in der Vergangenheit, in Übereinstimmung mit der vernünftigen
Astrologie, so daß sie eine bestimmte Kraft und eigenwillige Gabe überkommt,
so wie eine Flamme aus dem Feuer hervorbricht, was sie in die Lage versetzt,
göttliche und menschliche Eingebungen zu trennen. Zum einen durch die
göttlichen Herzen, die völlig absolut sind, läßt Gott sie den Weg vollenden, der
in der Mitte ist, dann durch die Engel: Das Dritte ist das Böse.

   Aber, mein Sohn, ich spreche hier ein wenig zu verworren zu Dir: Doch
wenn man auch manchesmal durch den Verstand beunruhigt war, wegen der
dunklen Wahrsagungen, die man durch den zarten Geist des Feuers emp-
fängt, so ist man doch, das höchste der Gestirne aufmerksam betrachtend,
gleichfalls erstaunt, das Geschriebene ohne Furcht auszusprechen. Nicht
einmal vor der umgebenden Geschwätzigkeit: Denn alles geht aus der gött-
lichen Kraft des großen ewigen Gottes hervor, von dem alle Güte ausgeht.

    Überdies, mein Sohn, auch wenn ich den Namen des Propheten eingesetzt
habe, werde ich mir diesen hohen, erhabenen Titel für die Gegenwart nicht
anmaßen. Denn wer heute Prophet genannt wird, hieß ehedem Seher:
Denn der eigentliche Prophet, mein Sohn, ist jener, welcher Dinge sieht, weit
entfernt von jeder natürlichen Kenntnis aller Geschöpfe. Und auch gesetzt den
Fall, dem Propheten wäre die vollkommene Einsicht von den Prophezeiungen
vermittelt, und die göttlichen wie die menschlichen würden ihm klar erschei-
nen, so ließen sie sich nicht bewerkstelligen, denn die Auswirkungen der
zukünftigen Ereignisse erstrecken sich weit.

   Denn die unbegreiflichen Geheimnisse Gottes und seine wirkende Kraft,
Anteil einer langen Ausdehnung der natürlichen Kenntnis, nehmen ihren nahen
Ursprung im freien Willen, die Dinge in der Art und Weise dartuend, daß sogar
sie selbst jene Nachricht nicht weitergeben können, die sie auf dunklem Weg
erhielten, weder durch die menschliche Wahrsagung, noch durch andere
Kenntnisse, unter der Konkavität des Himmels selbst, welcher die ganze
Ewigkeit vergegenwärtigt, die an und für sich kommt, die ganze Zeit zu um-
armen. Aber mittels einer unteilbaren Ewigkeit und durch epileptische Bewe-
gung "Hiraclienne" sind die Dinge bekannt. Ich sage nicht, mein Sohn, daß dies
letztendlich gut zu verstehen ist, daß ich die Kenntnis dieser Materie auch
nicht in Dein schwaches Gehirn einprägen kann und daß die weit entfernten,
zukünftigen Dinge nicht für die Kenntnis eines vernünftigen Geschöpfes seien.

   So sind, ungeachtet gegenwärtiger Dinge, die entfernteren für das Geschöpf
mit aufgeschlossenem Geist nicht versperrt. Sie sind ihm nicht zu dunkel, zu
unzugänglich: Aber das Perfekte von Dingen und Nachrichten kann man nicht
ohne diese göttliche Eingebung erlangen. Sieh, daß alle erhaltene, propheti-
sche Inspiration ihren hauptsächlichen, bewegenden Ursprung in Gott dem
Schöpfer hat, dann in der Zeit und der Natur. Da aber die Ursachen gleichgültig
sind, egal ob sie hervorgebracht wurden oder nicht, kann sich der vorausge-
sagte Teil erst zutragen, wenn man voraussagend gewesen ist.

    Denn der Verstand, intelektuell errichtet, kann Verborgenes nicht sehen,
außer durch die eingebende Stimme im Aderwasser, mittels der züngelnden
Flamme, in deren Teil die zukünftigen Dinge sich neigen werden. Außerdem,
mein Sohn, flehe ich Dich an, daß Du Deinen Verstand niemals gebrauchen
willst für solch Träumereien und Eitelkeiten, die den Körper austrocknen und
den Geist ins Verderben bringen, indem sie den glaubenden Sinnen Unruhe
geben. Gleichfalls nicht der Eitelkeit einer mehr als greulichen Magie, die seit
jeher von der heiligen Schrift und von den göttlichen, kanonischen Büchern
verworfen wurde. Und auch vom Oberhaupt, von dem das Urteil der judiziellen
Astrologie akzeptiert worden ist: Dadurch, und mittels Inspiration und göttlicher
Offenbarung haben wir unsere Prophezeiungen durch fortwährende Berech-
nungen schriftlich ausgearbeitet. Und obwohl diese geheime Philosophie nicht
allgemein verdammt wird, habe ich doch ihre unbändigen Überzeugungen
nicht darlegen wollen:

    Wie auch einige Buchbände, welche über lange Jahrhunderte verborgen
waren und nicht bekannt gemacht wurden. Aber jenes fürchtend, was kom-
men würde, habe ich sie nach der Lektüre dem Vulkan zum Geschenk
gemacht, wobei unterdessen, daß er sie mit brennender Flamme am ver-zehren war, die Luft eine ungewöhnliche Klarheit wiedergab, heller als die
natürliche Flamme; strahlend wie das Licht des Feuers eines reinigenden
Blitzes plötzlich das Haus erleuchtet, als würde es sich in einem unerwartet
großen Brand ausbreiten...

   Damit am Ende mit der Erscheinung kein Mißbrauch getrieben wird, son-
dierte ich die perfekte Umformung, sowohl seline wie auch einsam. Ich habe
in Asche verwandelt, und unterirdisches, unzerstörbares Metall, und geheime
Wellen. Was aber den Verstand betrifft, der sich mittels des himmlichen Ur-
teils vollendet, so möchte ich Dir offenbaren, wie ich Kenntnis von zukünftigen
Dingen bekommen habe: Zunächst lehnte ich die phantastischen Eingebun-
gen, die mir erschienen, lange ab, bestimmte aber dann die Einzelheiten der
Orte durch göttliche, übernatürliche Eingebungen, übereinstimmend mit den
himmlichen Bildern, den Orten und einem Teil der Zeit des geheimen Guts.
 
    Dies gelang durch die göttliche Kraft, Macht und Gabe. In deren Anwesen-
heit sind die drei Zeiten umschlossen durch die Ewigkeit, denn Veränderung
hat als Ursache Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: weil alles nackt und
ganz entblößt ist etc. So wie Du, mein Sohn, ungeachtet Deines schwa-
chen Kopfes, leicht verstehen kannst, daß die Dinge die kommen müssen,
sich durch die nächtlichen und himmlichen, natürlichen Lichter prophezeien
lassen und durch den Geist der Prophezeiung. Ich will mir zwar weder den
prophetischen Namen, noch die prophetische Tat zumessen, aber wenn ich
als sterblicher Mann die Eingebungen offenbare, bin ich mit meinem Geist
dem Himmel nicht weniger entfernt, als mit den Füßen von der Erde.

    Ich kann nicht irren, mich nicht täuschen, nicht verfehlen, ich bin
zwar ein großer Sünder, wie keiner auf dieser Welt; Subjekt für alles mensch-
liche Unglück, aber einige Male in der Woche werde ich lymphatisch ergriffen
und bei Schwefelgeruch. Und durch lange Berechnungen gebe ich die nächt-
lichen Studien wieder, indem ich Bücher der Prophezeiungen verfasse, wobei
jedes einzelne einhundert astronomische, vierzeilige Verse der Prophezei-
ungen beinhaltet, welche ich ein wenig dunkel zusammenstückeln wollte:
Es sind fortlaufende Wahrsagungen von hier bis ins Jahr 3797.

    Vielleicht werden sich einige abwenden, angesichts so langer Absichten.
Und durch diese Voraussagen wird die ganze Konkavität des Mondes Raum
und Intelligenz haben: Und dies verstehend, verbindet allein die Dinge auf der
ganzen Erde, mein Sohn. Und so wirst Du, wenn Du das natürliche und
menschliche Alter in Deiner Gegend, am wirklichen Himmel Deiner Geburt,
erreicht hast, die vorausgesagten, zukünftigen Dinge sehen. So wie der ein-
zige, ewige Gott der Alleinige ist, der die Unendlichkeit seines Lichts kennt, das
von ihm selbst erzeugt wird. Und ich sage offenherzig, daß er mit diesem
Licht, in welchem seine immense, nicht messbare und nicht wegnehmbare
Größe liegt, er gewillt war, mir durch lange, schwermütige Eingebung dar-
zutun, das, was mittels dieser verborgenen Dinge göttlich offenbart wird.
Dies hauptsächlich mit zwei Hauptdingen, die man mit dem Verstand erfaßt
und demjenigen eingegeben werden, der prophezeit.

   Das eine, was die Eingebungen ermöglicht, ist das übernatürliche Licht,
das jene Personen erhellt, die durch die Lehre der Gestirne vorhersagen und
durch eingegebene Offenbarung prophezeien. Dies ist eine gewisse Teilnah-
me an der göttlichen Unendlichkeit, durch welche der Prophet ein Urteil über
all das sprechen kann, was ihm sein göttlicher Geist durch den Weg Gottes
und durch eine natürliche Eingebung vermittelt hat. Dies nun, um zu wissen,
was von dem Vorausgesagten wahr ist und um seine Entstehung ätherisch
zu erfassen: Das Licht, diese winzige Flamme, ist von immenser Kraft und
Größe. So wie die Philosophen behaupten, nicht weniger, als die natürliche
Klarheit und das natürliche Licht abgibt, das mittels der Ursprünge der
"Prima Causa" mit den eindringensten Tiefen der höchsten Lehren Berüh-
rung hat.

   Doch genug damit, mein Sohn. Ich will für die zukünftige Fassungskraft
Deines Verstandes nicht zu unergründlich umherschweifen. Ich glaube auch,
daß die Wissenschaften so große Verluste machen, daß sich die Welt vor
einem allgemein kommenden, großen Krieg befindet. So viele Sintfluten und
Überschwemmungen kommen, daß nicht viel Land sein wird, was nicht mit
Wasser bedeckt ist. Und dies wird während so langer Zeit sein, daß das die
außerhalb gemachten Enographien und Topographien nicht mehr festlegen
können. Auch fällt vor und nach diesen Überschwemmungen in einigen
Gegenden der Regen sehr gering, und vom Himmel wird viel Feuer und eine
Fülle von Steinen fallen. Das, was dort lebt, von dem bleibt nichts, was nicht
von ihm verzehrt wird: Und dies kommt in Kürze, und vor dem letzten Krieg.

    Denn obwohl der Planet Mars, mit dem Ende seiner letzten Periode, sein
Jahrhundert vollendet, will er es wieder ergreifen: So sind die einen während
einiger Jahre im Wassermann versammelt, die anderen während langer
ununterbrochener Jahre im Krebs. Jetzt, da wir durch den Mond geführt
werden, mittels der ganzen Kraft des ewigen Gottes, wird die Sonne kommen
und dann Saturn, noch bevor er seinen ganzen Umkreis beendet hat. Denn
gemäß den himmlichen Zeichen wird die Regentschaft des Saturn wieder-
kehren, die, dies alles berechnend, die Welt sich einer gesetzlosen Revolution
nähern läßt. Und dies von heute, da ich alles niederschreibe, in weniger als
hundertsiebenundsiebzig Jahren, drei Monaten, elf Tagen.

    Durch verheerende Seuchen, lange Hungersnot und Kriege, noch mehr
durch Überschwemmungen, wird die Welt zwischen hier und dem festge-
setzten Termin, davor und danach, einigemale so vermindert, daß so wenig
von der Welt übrig bleiben wird, daß man keinen finden wird, der die Felder
bestellen will, die genauso lange freibleiben werden, wie sie einst bestellt
wurden. Was nun das himmliche, sichtbare Urteil betrifft, werden wir uns,
während wir noch in der siebten Zahl von Tausend sind, die alles verändert,
der Achten nähern, wo sich auch das Firmament der achten Sphäre befindet,
das sich freigeistig ausdehnt. Hier wird der große, ewige Gott die Veränderung
vollenden: Da, wo die himmlichen Abbildungen und der oberste Antrieb sich
wieder zu bewegen beginnen, was uns die Erde fest und sicher abliefert, sie
wird sich eine lange Reihe von Jahren nicht neigen: Daraus entsteht,
daß sein Wille erfüllt wird - und nicht etwa auf eine andere Weise!

   Durch zweideutige Meinungen und islamische Träume, die den natürlichen
Verstand übersteigen, wird Gott der Schöpfer zuweilen durch seine Minister,
seine Feuerboten, mit flammenden Botschaften kommen, um den äußeren
Sinnen, und vor unseren Augen, die Dinge zukünftiger Vorhersagen vorzu-
legen. Dies zeigt sich für den, der die Vorbedeutung bekannt macht. Denn die
Vorbedeutung, die sich über das äußere Licht bildet, kommt untrüglich, um mit
jenen Teil zu werden, mittels des äußeren Lichts: Alles ist vorausgesagt durch
den Anflug des Göttlichen, der durch den Weg des himmlichen Geistes den
prophezeienden Menschen eingegeben wird. Mit der Kraft der Weissagung
salbend, kommt er ihn zu erleuchten, indem er ihn die Wichtigkeit durch ver-
schiedene nächtliche Erscheinungen begreifen läßt. Das, was durch göttliche
Gewißheit und durch astronomische Hilfestellung prophezeit wird, dies ver-
bunden mit der heiligsten, zukünftigen Voraussage, ist nirgendwo anders zu
betrachten, als im freien Geist!

   Komm in dieser Stunde, mein Sohn, um zu hören, was ich durch meine
Erschütterungen gefunden habe, die darin übereinstimmen, die Eingebung zu
offenbaren: Das tödliche Schwert nähert sich uns jetzt durch verheerende
Seuche und Krieg, schrecklicher als er in drei Menschenleben je war. Oft
wiederkehrende Hungersnot wird die Erde überfallen. Denn die Sterne befin-
den sich in Übereinstimmung mit der Veränderung und auch ist gesagt: Ich
will mit eiserner Rute ihre Ungerechtigkeiten heimsuchen und mit
Geißeln werde ich sie schlagen. Denn die Barmherzigkeit Gottes wird eine
Zeit nicht ausgeteilt werden, mein Sohn, was den Großteil meiner Prophezei-
ungen vollkommen machen, und durch die abgeschlossene Vollendung da
sein wird.

   Dann, für einige Male, während der unheilvollen Stürme Also werde ich sie
zerreiben, wird der Herr sagen, und sie zerbrechen und kein Mitleid
haben, und Tausend andere, Ereignisse, die durch andauernden Regenfälle
eintreffen werden, so wie ich es mehr als deutlich anderweitig schriftlich
dargelegt habe. Und dies, umständlich zusammengestellt, in nicht abgerun-
deter Sprache, die Orte, Zeiten und den bestimmten Termin festsetzend.
Die nachkommenden Menschen werden es erkennen und unfehlbar die kom-
menden Ereignisse begreifen. So wie es notiert wurde durch die anderen, die
sich viel klarer ausdrücken. Ungeachtet dessen, daß die Kenntnisse unter der
Wolke umschlossen sind: Aber wenn die Zeit kommt, wird die menschli-
che Unwissenheit auf-gehoben werden und der Fall wird sehr klar sein.

    Zum Ende kommend, mein Sohn, nimm denn dieses Geschenk von Dei-
nem Vater, Michel Nostradamus, in der Hoffnung, jede der hier gemachten
Prophezeiungen der vierzeiligen Verse erklären zu können. Ich bete zum
unsterblichen Gott, daß er Dir ein langes Leben in guter und blühender Glück-
seligkeit schenken möge.

    Aus Salon, am 1. März 1555.

ERSTE CENTURIE

1.
Während ich dasitze, nachts, bei geheimen Studien,
beruhend auf den unerschütterlichen Gedanken?
Winzige Flamme dringt aus der Einsamkeit,
bringt hervor, woran man nicht vergeblich glauben soll.

2.
Die Rute in der Hand im Einfluß mitten unter Zweigen,
vom Wasser benetzt, der Rand und der Fuß,
ein Schrecken und Ruf zittert durch die Griffe/Ärmel,
Übernatürlicher Strahlenglanz, dem Wahrsager nahe.

3.
Wenn die Sänfte vom Wirbel zu Boden geschlagen,
und Gesichter/Gestalten durch ihre Mäntel verhüllt sind:
Die Republik/der Staat durch neue Leute unterdrückt,
dann werden sich Weiße und Rote falsch entscheiden.

4.
Durch die Welt wird ein Alleinherrscher gemacht,
welcher weder in Frieden, noch lange am Leben sein wird,
dann wird sich die fischähnliche Barke verlieren,
wird in den größten Schaden/Nachteil lenken.

5.
Sie werden verjagt, ohne einen langen Kampf/Streit,
durch das Land werden sie immer stärker belastet:
Marktflecken und Stadt haben größte Streitigkeiten
Carcas, Narbonne, werden Herzen beweisen.

6.
Das Auge von Ravenna wird entblößt/abgesetzt sein,
wenn zu seinen Füßen die Flügel fallen,
die Zwei von Bresse gründen/errichten,
Turin, Verseil, welche Gonsors(?) niedertreten.

7.
Spät angekommen, die Vollstreckung durchgeführt,
der Gegenwind, Buchstaben auf dem Weg ergreifen.
Die beschwörenden Vierzehn der einen Sekte,
von Rosseau gehen die Unternehmungen aus.

8.
Wieviele Mal die Sonnenstadt genommen,
sie ändern die unmenschlichen und unnützen Gesetze
Dein Schlechtes nähert sich, Du wirst noch tributpflichtiger,
der große Hadrie wird Deine Nichtigkeit wieder beschönigen.

9.
Aus dem Morgenland kommt das punische Herz,
erzürnt Hadrie und die Erben Romulides,
begleitet von der lybischen Flotte/Ordnung
Mellites* erbebt und nahe Inseln verschwinden.
*röm.: für "Malta" oder "Meleda/Dalmatien".

10.
Die Schlangen wurden in den eisernen Käfig übergeben,
wo die sieben Kinder des Königs jedoch gefangen sind.
Die Alten und Vorfahren steigen aus den Tiefen der Hölle,
aber sterbend sehen sie ihre tote Frucht und schreien.

11.
Die Bewegung der Sinne, Herz, Füße und Hand
sind im Einklang, Neapel, Lyon, Sizilien,
Schwerter, Feuer, Wasser, Brunnen gegen die edelen Römer.
Gestürtzt, getötet, gestorben durch einen Schwachkopf.

12.
In Kürze wird man Unwahres, Brutales, Vergängliches sagen,
von unten nach oben, schnell in die Höhe gehoben,
dann in einem Augenblick, unzuverlässig und instabil,
der, der in Verona an der Regierung ist.

13.
Die Verbannten, durch Zorn, inneren Haß
machen am König eine große Verschwörung,
heimlich bringen sie Feinde durch den Stollen,
und seine alten Anhänger erheben sich gegen sie.

14.
Vom versklavten Volk, Lieder, Gesänge und Bittschriften,
gefangen von Vornehmen und Herren in den Gefängnissen.
So ist es geschehen durch kopflose Idioten "test es"
sie werden erhalten durch göttliche Gebete.

15.
Mars bedroht uns durch seine kriegerische Kraft,
siebzig Mal wird ein Blutvergießen sein,
Zerreibung und Zerstörung des Geistlichen,
wegen jener, die sie nicht anhören wollen

16.
Falsches im Teich, Gelenk gegen den"Schützen"
in seinem hohen Trog der Erhebung
Pest, Hungersnot, Tod durch militärische Hand,
das Jahrhundert rückt der Erneuerung näher.

17.
Vierzig Jahre lang wird sich kein Regenbogen dartun,
vierzig Jahre lang werden alle Tage kraftlos sein
die Erde verdorrt in wachsender Trockenheit,
und große Fluten in einem kurzen Augenblick.

18.
Durch die Zwiedracht, vernachlässigte Franzosen,
wird ein Durchgang für den Mohammedaner geöffnet sein
mit Blut tränkt man die Erde und das Meer von "Senoyse"
der Hafen Phocen (Marseille?), von Segeln und Schiffen

19.
Als die Schlangen kamen, den Bogen zu umkreisen
das Blut Troyens gequält durch die Spanier,
durch sie machen sich große Namen rar,
Anführer flieht, versteckt durch die Pfützen der Abwasserkanäle.

20.
Tours, Orleans, Bloys, Angers, Reims und Nantes,
Städte, gedrückt durch schnelle Veränderung,
durch Sprachen östlicher Ordnung werden Zelte gespannt Ströme, Dolche, Regierungen, Erde und Meer beben.

21.
Gründlich nährt der Felsen die weiße Tonerde,
welche durch die Tiefe milchigweiß erscheint(1,3),
unnützerweise ist man verwirrt wagt es nicht sie zu berühren,
im Grunde ist es Unwissenheit über die tonhaltige Erde.

22.
Das was lebt und keinerlei Sinn(e) haben wird,
es kommt das Eisen mit dem Tod seiner Geschicklichkeit.
Authun, Chaalon, Langres und die beiden Sens,
Hagel und Eis verursachen großen Schaden durch Hexerei.

23.
Im dritten Monat der aufgehenden Sonne,
Eber, Leopard kämpfen auf dem Marsfeld (Paris),
Leopard zurückgelassen, zum Himmel sieht sein Auge,
erblickt ergötzend einen um die Sonne kreisenden Adler.

24.
In der neuen Stadt nachdenkend zum Verwerfen/Verdammen,
der Raubvogel am Himmel, kommt, sich zu zeigen
nach dem Sieg werden die Gefangenen verschont,
Cremone und Mantouë leiden in großem Maße.

25.
Verloren, gefunden, verborgen für einen so langen Zeitraum,
ein Pfarrer* wird wie ein Halbgott verehrt,
aber wenn der Mond seinen großen Zyklus beendet,
wird er durch andere Alte entehrt.
Wortwörtlich: "Pasteur" (Name...?)

26.
Der Große stürtzt durch einen Blitz zur Tagesstunde,
Böses, vorhergesagt durch (den) auftretenden Überbringer,
nachfolgend fällt das Vorzeichen zur Nachtstunde
Streit, Reims, London, Norditalien, verpestet.

27.
Unter der Gefangenschaft, Guien vom Himmel erschlagen,
nicht weit von da ist der Schatz/dasArchiv verborgen,
was über einen langen Zeitraum zusammengetragen wurde,
gefunden stirbt (es), das Auge geblendet von der Kraft.

28.
Der Turm von Boucq (?) fürchtet das kleine Boot der Wilden
eine Zeit, lange Zeit nach der hesperidischen* Barke,
viehisch - Menschen, bewegliches Gut, beide stark verdorben,
Stier und Waage, welch tödlicher Spieß!
Die Hesperiden (griech.) sind Länder u. Nationen, die weit westwärts liegen.


29.
Wenn der Land- und Wasserfisch
mit kräftiger Woge auf den Kiesstrand gesetzt/geragen wird,
seine Form fremdartig, anmutig und schrecklich,
durch´s Meer zu den starken Mauern bald die Feinde.

30.
Das fremdartige Schiff wird durch den Meeressturm
in der Nähe des nicht bekannten Hafens angreifen,
ungeachtet der Zeichen des Palmzweigs (Friedenszweig).
Dann Tod, Plünderung, guter Rat kam zu spät.

31.
So viele Jahre dauern die Kriege in Frankreich
jenseits des Wegs des Castulon (kastillischen?) Monarchen.
Ungewisser Sieg, man krönt drei Große
Adler, Hahn, Mond, Löwe, Sonne im Zeichen.

32.
Das große Reich wird bald verlagert,
in einen kleinen Ort, welcher sehr bald wachsen wird
sehr unbedeutender Ort, von kleiner Grafschaft,
wo man im Zentrum sein Zepter niederlegen wird.

33.
Nahe bei einer großen Brücke über ausgedehntem Gelände,
der große Löwe durch kaiserliche Truppen,
wird ein rigoroses Töten außerhalb der Stadt veranstalten.
Durch Schreckliches sind ihm die Tore verschlossen.

34.
Der Raubvogel fliegt auf der linken Seite,
Streit gereichte dem Franzosen zur Zierde,
das Gute verliert, das andere, zweideutig, unheilverkündend,
der glaubende Teil wird wegen guter Voraussage fortbestehen.

35.
Der junge Löwe überwindet den Alten,
auf dem Kampfplatz durch einzigartiges Duell,
im goldenen Gitter bersten seine Augen.
Zwei Wunden, eine, zum Sterben eines schrecklichen Todes.

36.
Spät wird der Monarch es bereuen,
seinen Gegner nicht in den Tod gebracht zu haben,
er muß wohl dahinkommen, in das Höchste einzuwilligen,
daß all sein Blut (Familie) durch den Tod aussterben wird.

37.
Kurz bevor die Sonne sich verbirgt
gibt es Streit, zweifelhaftes großes Volk.
Verfolgt, Seehafen gibt keine Antwort
Brücke und Grabstätte in zwei fremden Orten.

38.
Die Sonne und der Adler erscheinen dem Sieger,
leere Antworten hat man für die Überwundenen,
wegen des Horns hört das Kriegsgeschrei nicht auf
Sühnung des Friedens, durch Tod vollendet auf die Stunde.

39.
Des Nachts im Bett, der Höchste erwürgt,
weil er die/den erwählte(n) Blonde(n) zu sehr unterjochte.
Durch drei kommt ein anderer an die Regierung,
für den Tod werden die Karten gemischt, nicht ihr Paket.

40.
Die verdrehte Wasserhose¹ läßt die Torheit nicht merken,
Byzanz wird eine Änderung der Gesetze durchführen,
Hystra (?) von Ägypten möchte, daß man es löst.
Die Verordnung wechselt Münzen und Legierungen.
1) "trombe"verdreht zu lesen = "et mort" (et Tod)

41.
Amtssitz in der Stadt, und nachts angegriffen;
nur wenige entkommen, Streit nicht weit vom Meer.
Freudenmädchen, Söhne zurück, fehlen,
Gift in Briefen, inwendig in der Falte versteckt.

42.
Die ersten zehn Tage des April, gotisch gemacht,
wiederauferweckt durch bösartige Leute,
das vollkommene Feuer, diabolische Zusammenkunft,
suchend die Knochen des Liebhabers und Stotterers.

43.
Bevor es zur Änderung der Regierung kommt,
wird sich ein ganz vortrefflicher Fall zutragen,
das Land verändert sich, das Plündern von Porphyr*
Gemischt, übertragen auf den streitbaren Stein.
* verdichtetes, subvulkanisches Gestein

44.
In Kürze wird es wieder zu Opfern kommen,
Übertreter werden ins Martyrium/Folter getrieben,
außerdem wird es keine Mönche, Äbte, Novizen geben,
der Honig wird sehr viel teurer sein, als Wachs(lichter).

45.
Teil der Sekten/Parteien, große Schmerz dem Denunzianten.
Vieh/Bestien im Theater stutzt das Bühnenspiel zurecht.
Von äußerst ungerechter Sache wird der Erfinder veredelt,
durch Sekten/Parteien, verwirrte und gespaltene Welt.

46.
Ganz nahe bei Aux, bei Lectore und Mirande, (Südfrankr.)
wird großes Feuer in drei Nächten vom Himmel fallen,
die Sache wird sich sehr erstaunlich und wundersam zutragen,
sehr kurz danach wird die Erde beben.

47.
Vom Genfersee, die Ermahnungen werden Zorn auslösen.
Tage werden durch Wochen beschränkt/vermindert,
dann Monate, dann Jahre, dann wird alles schwach werden.
Die Obrigkeiten werden die nutzlosen Gesetze verdammen.

48.
Zwanzig Jahre Regentschaft des Mondes vergehen.
Siebentausend Jahre werden andere seine Herrschaft innehaben:
Wenn die Sonne seine ermüdenden Tage aufnimmt,
in dieser Zeit, vollendet und ausgezehrt, meine Prophezeiung.

49.
Lange, lange vor dergleichen Schliche,
jene vom Morgenland, durch die Kraft des Mondes.
Das Jahr Tausendsiebenhundert bringt große Erweiterungen,
man wird fast die nördliche Ecke beherrschen.

50.
Das Haupt von Widder, Jupiter und Saturn,
ewiger Gott welche Veränderungen!
Dann, nach langem Zyklus, kehren seine schlechten Zeiten zurück.
Frankreich und Italien, welche Gemütsbewegungen!

51.
Aus dem Wasser kommend wird Dreifachheit geboren,
von einem, der den Donnerstag zu seinem Festtag macht.
Sein Aufsehen, Lob, Herrschaft, seine Macht wachsen
durch Land und Meer, Sturm in den Morgenländern!

52.
Die zwei Bösen mit Scorpion verbunden,
der große Herr in seinem Saal getötet.
Seuche über die Kirche, durch den neuen König vereint,
das untere* und nördliche Europa.
Möglicherweise ist "Basel" gemeint... (Europa, Basel und nördlich...)

53.
Ach, daß man ein großes Volk geplagt sehen wird
und die heilige Regel/Gesetz in völligem Ruin,
wegen anderer Gebote die gesamte Christenheit,
wenn man von Gold, von Geld, neue Minen finden wird.

54.
Zwei Aufstände, bewirkt vom bösen Sichelführenden.
Wechsel von Regierung und Jahrhunderten/Zyklen.
Das bewegliche Zeichen an seinem Ort mischt sich
und neigt sich zu zwei gleichen.

55.
Unter dem Gegensatz babylonischen Klimas,
wird das Blutvergießen groß sein,
daß Land und Meer, Luft, Himmel, sehr ungerecht sein werden.
Parteien/Sekten, Hunger, Regierungen, Seuchen, Verwirrung

56.
Sie werden bald erkennen und spät einen großen Wechsel machen,
extreme Schrecken und Rache,
dies, wenn der Mond, geleitet durch seinen Engel,
der Himmel nähert sich von den Neigungen aus.

57.
Durch große Zwietracht wird die Wasserhose erbeben.
Vertrag gebrochen, den Kopf zum Himmel gerichtet,
blutender Mund wird im Blut schwimmen,
in der Sonne, sein Antlitz gesalbt von Milch und Honig.

58.
Den Bauch aufgeschnitten, geboren mit zwei Köpfen
und vier Armen, einige Jahre insgesammt wird es leben,
der Tag an dem Aguilaye (?) seine Feste feiern wird,
Fossano, Turin, Oberhaupt (von) Ferrara wird fliehen.

59.
Die Verbannten, deportiert auf die Inseln,
zur Veränderung eines sehr grausamen Monarchen,
geschehen Mordtaten, und zwei der Funkelnden gemacht*,
welche dem Gerede nach nicht eingepfercht werden.
*"mis deux"kann auch "Datum (auf) zwei" bedeuten.

60.
Ein Kaiser wird in der Nähe von Italien geboren,
welcher der Regierung sehr teuer zu stehen kommt.
Man wird berichten, mit welchen Leuten er sich umgibt,
daß man weniger den Prinz¹, als den Schlächter in ihm sieht.
1) "prince"=auch "Duce" (Anspielung auf Mussolini, den "Duce"...?)

61.
Die elende, unglückliche Republik,
wird durch die neue Obrigkeit ausgedehnt,
ihre große Anhäufung vom unheilvollen Verbannungsort,
veranlaßt die Schwaben, ihren großen Vertrag zu annullieren.

62.
Ach der große Verlust! Was werden die Briefe sein
vor dem Zyklus des Lato bis zum Vollkommenen,
große Feuerflut, noch mehr durch unwissende Regierungen,
die sich über eine lange Zeit nicht wieder erholen können.

63.
Die vergangenen Greuel dezimierten die Erde.
Lange Zeit Friede auf der entvölkerten Welt.
Sicheres Reisen durch Himmel, Erde, Meer & Wellen.
Dann entstehen von neuem die Kriege.

64.
Nachts glaubt man die Sonne gesehen zu haben,
wenn man das Schwein, halb Mensch, sehen wird.
Lärm, Gesang, man bemerkt eine Schlacht am Himmel,
und man wird brutale Bestien sprechen hören.

65.
Kind ohne Hände, nie hat man je einen solchen Blitz gesehen!
das königliche Kind im Ballspiel verletzt:
Am Ende zerbrochen, schlägt der Blitz zu .
Drei an den Ketten werden durch die Mitte hinweggerafft.

66.
Derjenige, welcher zur Zeit die Neuigkeiten bringen wird,
wird nach kurzer Zeit wieder zu Atem kommen,
Viviers, Tournon, Montferrant und Pradelles, (Mittelfrankr.)
Hagel und Sturm wird sie seufzend machen.

67.
Die große Hungersnot welche ich herannahen fühle,
wird oftmals umkehren, dann allgemein sein.
So groß und lang, daß man reißen wird
von den Bäumen die Wurzel, und das Kind von der Brust.

68.
O welch schreckliche und unglückselige Pein,
drei Unschuldige sind ihnen ausgeliefert,
im Verdacht, lästig zu sein, schlecht von Wachen behandelt,
in Schrecken versetzt durch verblendete Scharfrichter.

69.
Der große runde Berg von sieben Stadien*,
wird nach Frieden, Krieg, Hunger, Überschwemmung,
weit wegrollen, große Verträge verderbend,
gleichfalls Altes/Antikes und große Gründung/Stiftung.
griech. Längenmaß (eine Stadie hat heute ca. 185 m)

70.
Regen, Hunger, Krieg, hören in Persien nicht auf,
der zu starke Glaube widersetzt sich dem Herrscher,
wodurch das Ende in Frankreich seinen Anfang nimmt.
Geheimes Vorzeichen für einen, der sich rehabilitieren will.

71.
Der Marineturm wird dreimal genommen und zurückerobert,
durch Spanier, Barbaren, Ligurier (?),
Marseille und Aix, Arles durch jene von Pisa
Verwüstung, Feuer, Schwert, Prügel, Avignon von den Turinern.

72.
Marseille wird gänzlich von seinen Einwohnern verändert.
Rennen und Nachjagen bis in die Nähe von Lyon,
Narbon, Toulouse, sie stürmen durch Bordeaux,
Tote, Gefangene, fast eine Million.

73.
Frankreich wird durch Nachlässige von fünf Seiten bestürmt
Tunis, Argiels (?) werden durch Perser aufgewiegelt,
Lion, Sevilla, Barcelona werden schwach.
Sie werden wegen der Venezianer keine Flotte mehr haben.

74.
Nach kurzer Rast rudern sie ins Reich
die große Hilfe wird nach Antioche gehen.
Der schwarze Krausbart wird stark zum Reich halten.
Den harten Bart werden sie am Spieß braten.

75.
Der Tyrann von Sienna wird Savona einnehmen,
Die Flotte wird die gewonnene Stärke halten,
die zwei Armeen durch das Zeichen von Ancone.
Wegen dem Erschrecker muß sich das Oberhaupt prüfen.

76.
Von einem wilden Namen wird er hervorgebracht,
daß die drei Schwestern den Namen oft aussprechen werden:
Dann wird das große Volk durch Wort und Tat anständig sein,
so sehr, daß niemand Aufsehen erregender und berühmter sein wird.

77.
Zwischen zwei Meeren richtet sich das Vorgebirge auf,
daß hernach durch den Pferdebiß sterben wird,
dessen Neptun das schwarze Segel zusammenlegen wird,
wegen Gibraltar und Flotte nahe bei Rocheval.

78.
Dem greisen Oberhaupt wird ein dummer Verstand geboren,
entartet durch Wissenschaft und durch Waffen -
Der Chef Frankreichs, wegen seiner Schwester gefürchtet,
Länder (Schlachtfelder) geteilt, den Soldaten bewilligt.

79.
Bazax, Lectore, Condon, Ausch. Agine,
Aufstand durch Gesetze, Zänkereien und Alleinhandel,
denn Bourd, Toulouse, Bay, werden in den Ruin gebracht.
Sie wollen ihr Stieropfer wieder einführen.

80.
Von dem sechsten hellen, himmlichen Glanz,
wird es in der Bourgongne enorm donnern:
Hierauf wird das Monster der drei-gräßlichen Bestie geboren,
März, April. Mai, Juni, großes Zerfetzen und Krätze.

81.
Von der menschlischen Herde werden neun ausgesondert:
Von Gericht und Rat abgesondert,
wird ihre Stärke im Weggang geteilt sein.
Kaph, Thita, Lambda tot, Verbannte irregeleitet.

82.
Wenn die Säulen des großen Waldes zittern,
vom heißen Wind mitgeführt, überzogen mit roter Erde,
so werden viele eine Versammlung außerhalb meiden.
Es zittern Wien und die Länder Österreichs.

83.
Das fremde Volk wird die Beute teilen
Saturn und Mars, sein Blick grimmig,
schreckliches Niedermetzeln an Toscanern & Latinern,
Griechen, welche vortrefflich im Schlagen sind.

84.
Mond, verdunkelt in tiefer Finsternis,
sein Bruder zieht rostfarben vorbei:
Der Große lange Zeit versteckt unter der Dunkelheit,
wird den Dolch in die blutreiche Wunde halten.

85.
Wegen der Antwort der Dame, König verwirrt,
die Abgesandten schätzen ihr Leben gering,
der Große wird seine Brüder als Duplikat nachmachen,
durch zwei sterben sie, Zorn. Haß, Mißgunst.

86.
Wenn sich die große Königin besiegt sehen wird,
wird ie ein Übermaß an männlichem Mut zeigen:
auf dem Pferd wird sie nackt den Strom durchqueren,
begleitet durch Eisen, wird sich Schmach antun.

87.
Das draußen erstarrte Feuer aus der Mitte der Erde,
läßt den Gründer der neuen Stadt erbeben:
Zwei große Blöcke führen über lange Zeit den Krieg,
dann wird Arethusa (die Nymphe) den neuen Strom rot färben.

88.
Das vorausgesagte Böse nimt vom großen Fürsten Besitz
kurz bevor er die Frau geheheiratet haben wird:
Seine Stütze und sein Kredit werden auf einen Schlag gering,
die Ratsversammlung wird wegen dem Kahlkopf sterben.

89.
Alle von St. Lerida (Spanien) werden an der Mosel sein,
bringen all von Loyre und Saine zu Tode.
Seehilfe wird aus der Nähe des großen Walls kommen,
wenn der Spanier jede Ader öffnen wird.

90.
Bordeaux, Poitiers, die vom Land sind (Südfrankr.),
werden mit großer Ordnung sogar bis Angon gehen
Gegen die Franzosen wird ihr Leitstern sein,
wenn das scheußliche Monster nahe von Orgon geboren wird.

91.
Die Götter werden menschliches Aussehen haben,
sie, die sie die Urheber des großen Streits sein werden.
Bevor man den Himmel unbewölkt sieht, Schwert und Lanze,
was zur linken Hand zum größten Kümmernis wird.

92.
Unter einem wird der Friede für alle gewährleistet sein,
jedoch nicht für lange Zeit - Plünderung und Rebellion:
Durch Verschmähung, Stadt, Land und Meer durchbrochen,
Tote und Gefangene, das Drittel von einer Million.

93.
Italienische Erde erbebt nahe der Worte.
Löwe und Hahn, nicht sehr verbündet,
im Ort der Furcht, wird einer dem anderen helfen,
allein Cazolo (Spanien) und Kelten (Mitteleuropäer) gemäßigt.

94.
Im Hafen von Selin (Sizlien oder*)kam der Tyrann zu Tode,
die Freiheit wird dennoch nicht wiedererlangt.
Durch Sühnung und Wiederaufbau(2/3) der neue Mars,
wird die Dame wegen der Schreckensmacht vereehrt.
*4713 führt ins Jahr 1808, Ermordung Selims III (Osmanen)

95.
Vor dem Kloster werden Zwillingskinder gefunden
vom heroischen Blut des eingekleideten Mönchs.
Sein Aufsehen wegen Sekte, Sprache und seiner Macht,
so, daß man sagen wird, der Vopiscus* sei erhöht.
*Bei Zwillingsgeburt der überlebende Zweitgeborene

96.
Derjenige dem die Aufgabe zukommt, zu zerstören
Gotteshäuser und Sekten, verändert durch Einbildungskraft.
Er wird mehr den Steinen als den Lebenden schaden,
seine ausgeschmückte Sprache trifft auf viele offene Ohren.

97.
Das, was Schwert, Flamme, nicht vollenden konnten,
wird die verführerische/süßliche Sprache im Rat schaffen.
Durch Ruhe, Traum, wird der König nachdenken,
weiterhin der Feind im Feuer, Soldatenblut.

98.
Das Oberhaupt, das unendliche Völker geführt haben wird,
weit weg von seiner Heimat, bei fremden Sitten und Sprachen.
Fünftausend in Kreta, und Thessalien* am Ende.
Das Oberhaupt rettet sich fliehend in die Scheune am Meer.
*Landschaft in Griechenland

99.
Der große Monarch, der einen Verbund besiegelt,
mit zwei Königen, geeint durch Freundschaft,
Oh, welchen Seufzer wird der große Mesnie* machen!
Kinder von Narbonne, welches Mitleid ringsherum.
*Halbmond (Symbol für Türkei/Osmanen)?

100.
Lange Zeit wird am Himmel ein grauer Vogel zu sehen sein,
nahe bei Dole und der toskanischen Erde (Norditalien),
im Schnabel einen grünenden Zweig.
Bald groß, wird er sterben und den Krieg beenden.
 

 

ZWEITE CENTURIE

1.

Gegen Aquitanien (Südfrankr.) wegen britischer Beleidigungen
und durch gleichfalls jene großen Invasionen
Regen, Frost, machen das Gebiet ungastlich,,
Starke Invasionen wird Port Selyn unternehmen.

2.
Der blaue Kopf wird den Kopf weiß machen,
sie machen schlecht, was ihnen Frankreich Gutes antat,
Tot am Mast, groß hängt er am Ast,
wenn die Seinen gefangen, fragt der König, wieviel.

3.
Durch die Hitze der Sonne über dem Meer
von Negrepont, die Fische halb gekocht,
Die Einwohner werden kommen, sie aufzuschneiden
Wenn in Rhod(os) und Genua der Biscuit (Brot) fehlt.

4.
Danach, von Monaco bis fast nach Sizilien
Alle Strände wieder aufgebrochen und verwüstet/trostlos.
Keine Vorstädte mehr, keine Städte und Ortschaften,
die durch Barbaren nicht geplündert und zerstört wären.

5.
Wenn in dem Fisch Waffen und Briefe eingeschlossen,
fährt aus, wer den Krieg entfesseln wird
Auf dem Meer ist seine Flotte unter gutem Wind,
erscheint nahe des latinischen Terrains (Mittelitalien).

6.
Bei den Häfen und innerhalb zweier Städte
treten zwei Plagen auf, wie man sie nie erlebte,
Hunger durch Pest, von Waffen aufgestachelte Leute,
Hilfeschreie zum großen, unsterblichen Gott.

7.
Zwischen vielen, zu den Inseln Deportierten,
wird einer geboren, mit zwei Zähnen im Rachen,
Sterben am Hunger, die Bäume abgefressen
Ihnen hämmert unerfahrener (neuer) König neue Gesetze ein.

8.
Die heiligen Tempel, zuerst erbaut von den Römern,
sie werden die klobigen Fundamente einreißen.
Empfangend ihre ersten und menschlichen Gesetze
Verfolgend, nicht alle, der heiligen Kults.

9.
Neun Jahre regiert der Magere in Frieden,
dann verfällt er einem heftigen Blutrausch;
Für ihn stirbt das große Volk ohne Glaube und Gesetz,
getötet durch einen sehr viel Anständigeren.

10.
Nachdem lange Zeit alles geordnet sein wird,
wird uns eine sehr finstere Epoche erwarten ,
Der Staat der Masken und der Alleinstehenden, sehr verändert.
Wenige werden finden, was ihrem Rang angemessen wäre.

11.
Der nachfolgende Sohn vom Älteren wird erreichen,
hochzusteigen bis zum Führer der Starken/der Armeen.
Seinen bitteren Ruf/Ruhm, ein jeder fürchtet ihn,
Aber seine Kinder werden von der Regierung ausgeschlossen.

12.
Geschlossene Augen, offen durch antike Fantasien,
Die Robe der Alleinstehenden (Priester?) gilt nichts mehr:
Der große Herrscher bestraft ihre Rasereien
Bezaubernd die Tempel, der Schatz wird vorgezeigt.

13.
Der Körper ohne Seele wird nicht mehr länger geopfert,
der Tag des Todes wird zum Tag der Geburt.
Göttlicher Geist beglückt die Seele,
siehe das Wort in seiner Ewigkeit.

14.
In Tours, Gien, wachen sie mit scharfem Blick,
entdecken von weitem die große Fröhlichkeit/Zufriedenheit.
Sie und ihr Gefolge werden zum Hafen kommen,
Steit, Gedrängel, die Stärke/Macht unumschränkt.

15.
Kurz bevor der Herrscher "abgemurkst" wird,
Castor Pollux im Schiff, Stern "crinite"2),
Die öffentliche Kasse, zu Land und Wasser verschleudert,
Pisa, Ast(i), Ferrara, Turin, verbotenes Terrain.

16.
Neapel, Palermo, Sizilien, Syrakus,
Neue Tyrannen, Blitzen (Ruß), Feuerhimmel.
Streikräfte von London, Gent, Brüssel und Susa,
Großes Blutbad ("Hecatombe"), Triumph, Festveranstaltungen.

17.
Der kirchliche Sektor von der keuschen Jungfrau,
unweit der Athene/von Athen und den Pyrenäen,
die große Röhre/Aufsicht3) ist im Bösen/Schlechten verborgen,
Norden, getisch*, Fluß und Wein verwüstet.
* vom Donaudelta kommend.

18.
Neuer und plötzlicher Regen, ungestüm/heftig,
hält urplötzlich zwei Kriegsheere/Ausübungen3) auf.
Steine, Himmel, Feuer machen das Meer steinig.
Der Tod der Sieben, Erde und Meer plötzlich.

19.
Neuerlich gekommen, findet man die Bastionen ohne Verteidigung,
Besetzen (den) Ort wegen der früheren Unbewohnbarkeit.
Fast nach Belieben nimmt man sich Häuser, Felder, Städte.
Hunger, Seuche, Krieg, mühselige Zeiten.

20.
Brüder und Schwestern, an verschiedenen Orten gefangen,
sie sind dabei, nahe am König vorbeizuziehen.
Die Betrachtungen seiner Abstammungs-Ordnung,
Unangenehm ihr Kinn, Gesicht, die Zeichen der Nase.

21.
Der Botschafter, entsandt mit dem zweirudrigen Boot,
auf halbem Weg von Unbekannten zurückgeschlagen.
Von dieser Verstärkung kommen vier Dreirudrige,
Seile und Ketten in Negrepont hochgezogen.

22.
Die Streitmacht Asop von Eurotte bricht auf,
sich nahe der untergetauchten Insel zu verbünden,
von/bei Arton entfaltet sich der Kern des Heeres,
der Nabel der Welt wird einer viel größeren Stimme zugeteilt.

23.
Palastvögel, durch Vogel verjagt,
kurz nachdem der Prinz emporkam,
Wieviele Feinde werden über den Fluß zurückgeworfen,
Außen ergriffern, vom Vogel abgefangen.

24.
Bestien, wild vom Hunger, durchschwimmen den Fluß,
Viele Teile des Heeres (viele Schlachtfelder) liegen an der Donau,
Im eisernen Käfig/Gitter läßt (sie) der Große verschleppen,
Wenn Rhein-Kinder Deutsche beobachten.

25.
Die fremde/ungewöhnliche Wache verrät die Festung,
Hoffnung und Schatten von höchster Vermählung,
Die Wache stirbt/fällt 3) Festung gefangen in der Eile/im Gedränge.
Loire, Son, Rosne, Gar, sind tödlich gekränkt/beleidigt.

26.
Wegen der Gunst, welche die Stadt gewährt,
dem Großen, der bald den Kampfplatz räumt/verliert,
Schließlich der Ort Pau, und Tessin niedergeschlagen
vom Blut, Feuer, ersäuft, von den Grobschlächtigen/Brutalen.

27.
Das göttliche Wort wird vom Himmel geschlagen,
es kann sich nicht weiter ausbreiten,
Vom Verkündeten wird das Geheime (so) verstopft,
daß man glatt darüber hinweggeht.

28.
Der Vorletzte mit dem Beinahmen des Propheten
wählt Diane zu seinem Tag der Ruhe.
Weites Umherschweifen wegen frenetischem Test,
und erlöst ein großes Volk von Kämpfern.

29.
Der Orientale verläßt seinen Stammsitz/Thron,
überquert die Berge der Alpen, erblickt Frankreich.
Überwindet vom Himmel die Gewässer und Schnee
Einen jeden wird er mit seiner Peitsche schlagen.

30.
Einer der die höllischen Götter Hannibals
zum Schrecken der Menschheit auferstehen lassen wird.
Nie hörte man Entsetzlicheres, nie schlechtere Meldungen,
als jenes, das durch Babylon auf die Römer zukommt.

31.
Im Land Cassilin1) (heute Volturno in Italien) wird so viel getan,
daß man nichts, als mit Wasser bedecktes Land sehen wird.
Vorher, nachher - lange Zeit Regen.
Außer den herausragenden Bäumen wird man nichts Grünes sehen.

32.
Milch, Blut, Frösche, brechen in Dalmatien hervor .
Konfikt ist eingetreten, kurz vor der Seuche, von Baleine (Italien?2)
Ein lauter Schrei hallt durch Slavonien (Kroatien),
Wenn das Monster nahe bei und in Ravenna (Adria) geboren wird.

33.
Durch die Sturzbäche, die von Verona herabstürzen,
ereignet sich dort, wo Pol seinen Eingang übertritt/durchwindet
ein großer Schiffbruch, nicht weniger in der Garonne (Südfrankr.),
wenn ihnen die von Gennes (Genua) entgegenmarschieren.

34.
Unsinniger Haß von wildem Streit,
wird am Tisch durch die Brüder das Schwert sprechen lassen.
Sie verteilen Tod, verwunden sonderbar,
Die gewaltige Auseinandersetzung wird Frankreich schaden.

35.
In zwei Unterkünften wird nachts das Feuer ausbrechen,
mehrere ersticken und verbrennen darin.
Nahe von zwei Strömen wird es sich ereignen
Sonnenbogen, Caper, Husten , alle Sterben.

36.
Die Briefe vom großen Propheten werden gefangen/eingeschlossen,
in die Hände des Tyrannen werden sie geraten.
Betrügt seinen Herrscher mit diesen Durchführungen,
doch seine Unterschlagungen bringen schon bald Probleme.

37.
Von dieser großen Zahl (Anzahl), die man aussendet,
um die Belagerten im Fort zu unterstützen,
Seuche und Hunger verschlingen alle,
Siebzig, die erschlagen werden, nach außerhalb gebracht.

38.
Von den Verdammten wird es eine große Anzahl geben,
wenn sich die Regierungschefs versammeln.
Doch durch den einen (der beiden*) erfolgt ein übles Hinderniss,
daß man nicht miteinander in den Krieg ziehen wird.
* Lese statt "l'un d'eux" (einer von ihnen) auch: "l'un deux" (der eine von Zweien)

39.
Ein Jahr vor dem italienischen Konflikt,
Deutsche, Franzosen, Spanier, um die Vormacht/Stärke,
stürzt das Schulgebäude der Republik ein,
wo sie, wenige Ausnahmen, zu Tode ersticken.

40.
Ein bißchen später, in kurzen Intervallen,
kommt es zu Meer und Land zu großen Tumulten,
Sehr viel größer werden die Seeschlachten sein,
Feuer, Lebewesen/Tiere, noch schlimmere Schmach.

41.
Der Große, Stern glüht über sieben Tage,
Wolke läßt zwei Sonnen erscheinen.
Der große Mastin heult die ganze Nacht hindurch.
Wenn der große Pontifex (Priester) das Gebiet wechselt.

42.
Hahn, Hunde und Katzen, vom Blut gesättigt,
und durch die Wunde findet des Tyrannen den Tod gefunden:
im Bett des anderen, Beine und Arm gebrochenen ,
schrecklicher konnte er nicht zu Tode kommen3).

43.
Während der Stern sichtbar erstrahlt,
werden drei große Prinzen zu Feinden gemacht.
Geschlagen vom Himmel, Friede - Erde bebend,
Pau, Tymbre3) (Klang/Glocke?) treten über, Schlange an Bord.

44.
Der aufgestellte Adler umfliegt/umgibt die Zelte/Pavillons.
Von anderen Vögeln umringt, wird er verjagt.
Wenn Glockenklang, Trompeten und Läuten,
die unverständige Dame zur Vernunft bringen wird.

45.
Zu sehr beweint der Himmel die Zeugung des Zwitters,
Nahe des Himmels wird menschliches Blut vergossen,
Durch den Tod wird zu spät ein großes Volk geboren
(Durch zu späten Tod wird ein großes Volk geboren).
Spät und doch bald, kommt erwartete Hilfe.

46.
Nach dem großen menschlichen Zwist, folgt noch Schlimmeres.
Der große Regent (Beweger) erneuert die Jahrhunderte.
Regen, Blut, Milch, Hunger, Feuer und Seuchen,
Am Himmel, Feuer zu sehen, fliegen lange Funken.

47.
Der große, alte Feind geht am Gift zu Grunde,
Die Souveränen werden unendlich unterdrückt.
Steinregen, versteckt unter dem Schafsfell,
Durch den Tod sind Teile vergeblich aufgeführt.

48.
Die sehr große Streitmacht1) wird die Berge überqueren,
Saturn dreht im Bogen ein Viertel2) zum Mars.
Gift, versteckt unter "test Name hier: Ulmons"2)
Ihr Anführer gehängt am Faden des Feldherrn2).
1) auch "Kopie/Abschrift". 2) altfranz. Viertelmaß.

49.
Die Ratgeber/Berater der ersten Stadt/ des höchsten Monopols
Die Angreifer, verführt/bestochen durch die Malteser
Rhodos, Byzans für ihre gefährdeten Gebiete3)
Land fehlt denen, die die Flüchtigen verfolgen.

50.
Wenn jene von Hainault, von Gand und von Brüssel
erkennen, daß in Langres die Belagerung aufgehoben ist,
entstehen in den hinteren Flanken grausame Kriege.
Die alte Wunde, wird schlimmer, als jene Feinde sein.

51.
Das Blut der Gerechten wird zur Schuld Londons!
Verbrannt durch Blitz von Zwanzig-drei die Sechs,
die antike (teure) Dame von hoher Position.
Von der gleichen Partei werden viele ermordet/getötet.

52.
In mehreren Nächten bebt die Erde,
+ im Frühjahr folgen zwei weitere Erschütterungen,
Korinth, Ephesus wissen nicht für wen sie sich entscheiden sollen.
Krieg entfacht, durch zwei erlauchte Mutige.

53.
Die große Seuche von der Seestadt,
nicht weicht, bis der Tod gerächt ist:
das gerechte Blut, durch Gefangennahme verdammt, ohne Schuld.
Von der großen Dame durch Täuschung nicht beschimpft/beleidigt3)

54.
Durch fremdes Volk, und von den Römern entfernt (fern3),
ihre Stadt wird nach dem Wasser (Flut?) stark beunruhigt/verwirrt
Tochter ohne Hände, zu unterschiedliche Bereiche/Fachgebiete,
Anführer gefangen, hatte nicht beschlagen "ist ERI tue E"(?)2

55.
Während des Konflikts, der Große, der wenig taugt,
verbringt am Ende doch das Wunder:
Während durch Hadrie erkannt wird, woran es mangelt,
Während des Festmahls, geballt das Stolze/Hochmütige.

56.
Was Pest und Schwert letztlich nicht im geringsten verändern,
stirbt hier auf dem Höhepunkt, vom Himmel bestraft,
Der Abt stirbt, wenn er den Untergang erblickt
jene des Scheiterns, wollen die Klippe ergreifen.

57.
Vor dem Konflikt fällt die große Mauer,
der Große wird sterben, stirbt zu unerwartet, Wehklagen.
Unvollendetes Schiff: der größte Teil schwimmt,
nahe des Flusses, vom Blut fäbt sich die Erde.

58.
Ohne Hand und Fuß, spitze und starke Zähne
Durch die Welt zur Hafenfestung und der Ältesten geboren,
Nahe des Portals, schändlicher Transport (oder: sich begeben)
Stilles Leuchten, (der) Kleine führt den Großen fort3)
(kleiner Großer weggeführt...)

59.
Die Flotte Frankreichs, unterstützt von der großen Garde
des großen Neptun, und seiner Dreizack-Soldaten.
Ausgezehrt die Provence, um die große Bande zu unterstützen,
Mehr Krieg, Narbonne, durch Speere und giftige Stachel/Spieße.

60.
Der punische Glaube (Islam/Koran) im Orient gebrochen,
Gang. Ind. und Rosne, Loyre und Tag. wechseln,
wenn des Maultieres Hunger gestillt sein wird.,
Flotte (auch: Ordnung), Blut spritzt und Leiber schwimmen.

61.
Euge, Tamins, Gironde und La Rochelle (Frankreich),
O Blut von Troja, Tod beim Hafen (der Tür) durch den Pfeil
Hinter dem Fluß, die Leiter zur Festung gebracht,
Ausbruch großen Feuers, Mordtat in der Maueröffnung/Bresche.

62.
Mabus wird dann bald zu Tode kommen,
wird durch Leute und Bestien eine furchtbare Niederlage erhalten,
dann, plötzlich wird man die Rache sehen (spüren),
Hundert, Hände, Durst, Hunger, wenn der Komet vorbeijagt.

63.
Gallien (Frankreich), Ausone in kurzer Zeit unterworfen,
Pau, Morne und Seine, wird Perme (Parma?) zur Kloake1) machen,
das die große Mauer gegen sie errichtet.
Durch den Kleineren an der Mauer verliert der Große sein Leben.

64.
Ausgehungert von den starken Leuten aus Genf,
die nächste Hoffnung kommt, um zu täuschen.
Pünktlich werden die Gesetze von Gebenoyse erschüttert,
Flotte am großen Hafen kann nicht aufgenommen werden.

65.
Der Park, zu größeren Auseinandersetzungen geneigt,
durch die Hesperiden* und Insubrer (Oberitalien) wird
das Feuer im Schiff, Seuche und Gefangenschaft,
Merkur im Bogen, Saturn verdunkelt.
* sagenhaftes Land, westlich und jenseits des Ozeans gelegen...

66.
Unter großen Gefahren entwischte der Gefangenen,
Ein wenig später wechselt das Glück enorm.
Im Palast wird das Volk überlistet3),
Unter guten Vorzeichen wird die Stadt belagert/heimgesucht.

67.
Der Blonde mit der groben Nase kommt, auszutragen
über das Duell und wird hinausjagen
die Verbannten/Elenden führt er zurück
Meeresstädte werden den Stärksten übertragen.

68.
Vom Nordwind, die Anstrengungen/Gewalt/Mühen sind groß3),
Auf dem Ozean wird das Tor geöffnet sein,
die Regierung der Insel wird ihren Sitz wieder einnehmen,
London erbebt/zittert, wenn es von Segeln bedeckt.

69.
Frankreichs König, nicht der geschickte Kelte,
erkennt die Uneinigkeit im großen Königreich,
auf den drei Teilen wird sein Zepter erblühen,
gegen die cappe (Mütze?) der großen Hierarchie.

70.
Der Pfeil des Himmels wird sich ausdehnen,
Tod während des Sprechens, große Hinrichtung,
Der Stein im Baum, den stolzen Leuten zurückgegeben/anvertraut3),
Wilde menschliche Monster, Zeit der Reinigung.

71.
Die Verbannten kommen in Sizilien an,
um das fremde Volk vom Hunger zu befreien:
Bei Tagesanbruch, verbinden sich die Mitteleuropäer.
Das Leben erlahmt, mit Verstand schafft der König Ordnung.

72.
Die Armee der Kelten (Mitteleuropa) in Italien geschlagen,
Auf allen Seiten Konflikte und große Verluste,
Römer fliehen, o Frankreich zurückgeschlagen!
Nahe am Tessin, am Rubicon veränderliches Kämpfen.

73.
Am Fucinersee (Südalpen), am Ufer des Gardasees,
Gefangen vom Genfersee zum Orguion (nach Orgiano?3).
Entstehend aus drei Armen, vorausgesagt das Bild des Krieges,
durch drei Kronen dem großen von Endymion*.
*mythol. Symbol des Todesschlafes

74.
Von Sens (nahe Paris) und Autun kommen sie bis zur Rhone1).
Um die Pyrenäen zu überqueren,
Die Leute verlassen die Gegend um Ankona,
Über Land und Meer, folgt man dem großen Rückzug.

75.
Die Stimme des seltsamen Vogels wird vernommen,
über dem Rohr3) des Beatmungs/Überlebens-Stockwerkes3):
So hoch wird der Scheffel Weizen kommen,
daß der Mensch vom Menschen essend, Menschenfresser, wird.

76.
Blitz in Burgund, dumpf vom Donner getragen3),
keine von Menschen geschaffene Maschine könnte das vollbringen:
Von ihrem Senat, das Heiligste erlahmt/hinkt,
den Feinden wird die Affäre berichtet.

77.
Unter Bögen, Feuer, Pech, durch's Feuer verschreckt,
Schreie, Geheul, gehört zur mitternächtlichen Stunde:
Innen gelegt, um die Bollwerke/Rampen zu zerbrechen,
Fliehen durch Gänge des Übermittlungs-Zentrums3).

78.
Der große Neptun aus der Tiefe des Meeres,
Vom islamischen Volk und französischem Blut vermischt:
Die Inseln im Blut, wegen der verspäteten Bemühungen,
Mehr Schaden für ihn, als das schlecht verborgene Geheimnisvolle.

79.
Der schwarze Krausbart wird mit List
das grausame und trotzige/stolze Volk unterwerfen:
Ein großer Hund nimmt dem extrem langsamen Menschen weg
alle Gefangenen, die durch/wegen Seline2) verbannt.

80.
Nach dem Konflikt des gewandten Redestarken,
braut sich kurz eine Hungerszeit zusammen, Ruhe,
nicht zulassend, daß die Großen ausgeliefert werden,
von Feinden werden sie zur rechten Zeit ausgeliefert.

81.
Wegen des Feuers am Himmel ist die Stadt fast verbrannt,
Urne bedroht weiterhin Deucalion (griech. Erbauer der neuen Welt).
Sardinien, bedrängt durch das punische Ruderboot,
Nachdem die Waage (astrolog.) sein Phaëton* beschädigt.
*griech. mytholog. Wagenlenker, der die Sonne zu nah an die Erde führte.

82.
Wegen des Hungers wird der Wolf zur gefangenen Beute,
der Angreifer gerät in extreme Not/Beklemmung:
Das entstehende Ankommende kommt vor dem Letzten,
Der Große kann dem Gedrängel in der Mitte nicht entkommen.

83.
Durch den Handel des Großen ändert sich Lyon (der Löwe?),
und ein großer Teil wechselt in den raschen Ruin.
Beute von Soldaten, durch Raub die Weinberge geplündert,
Über Juramont (schweiz. Berge) und Schwaben kalter Staubregen.

84.
Zwischen der Campagna, Sienna, Florenz (Pflanzenwelt), Toskana,
Sechs Monate, neun Tage, regnet es keinen Tropfen,
Die fremde Sprache auf dalmatinischer Erde (Südjugoslawien),
Es wird dahineilen, die gesamte Erde zu verwüsten.

85.
Die alten Flachen/Glatten mit Bart stehen unter strengen Regeln,
in Lyon, entstanden unter dem keltischen Adler,
Der kleine Große hält zu lange aus,
Lärm der Armeen am Himmel, Rotes Meer, Olivenhain*
auch: ligurisches Meer (Adria) färbt sich rot...3)

86.
Untergang der Flotte nahe der adriatischen Wellen,
Die Erde wirft sich auf, die Luft kehrt zur Erde zurück,
Ägypten zittert, der Islam weitet sich aus,
der Herold, der sich mit Rufen ergibt, ist Bevollmächtigter.

87.
Später kommt von den abgelegensten Gegenden,
deutscher Prinz auf dem goldenen Thron:
In Abhängigkeit und durch das Wasser trifft man sich wieder.
Die Dame dient (dienende Dame), seine Zeit dauert nicht lange.

88.
Der Ablauf des großen ruinösen Geschehens,
Vom siebenten Namen wird der Fünfte sein:
Von einem sehr großen Dritten kriegerischen Fremden
Mouton (Hammel?3), Paris, Aix werden nichts garantieren.

89.
Eines Tages werden die beiden großen Meister zu Freunden,
ihr großes Können/ihre großeMacht wird man wachsen sehen:
Die neue Erde wird in ihrer höchsten Entfaltung stehen,
von den Blutrünstigen, die Zahl berichtet.

90.
Durch Leben und Tod ändert sich die Regierung in Ungarn,
Das Gesetzt wird sehr viel härter als die Knechtschaft sein:
Ihre große Stadt voller Heulen, Klagen und Schreie,
Castor und Pollux*, Rivalen auf dem Kampfplatz.
*zwei sich bekämpfende Zwillingsbrüder der Antike

91.
Bei Sonnenaufgang sieht man ein großes Feuer,
Lärm und Lichtschein weisen nach Aquilon (kalter Norden):
Im Umkreis Tote, und Schreie sind zu hören,
Durch Schwert, Feuer, Hunger erwartet sie der Tod.

92.
Goldfarbenes Feuer ist von der Erde aus am Himmel zu sehen,
Geschlagen vom Hochgeborenen, geschieht das Wunder;
Großes Menschenmorden, gefangen der große Neffe,
Spektakulärer Tod, der Stolze entkommt.

93.
Sehr nahe am Tymbre (Tiber?) herrscht die Todesgöttin (Lybitine),
Kurz davor kommt eine große Überschwemmung:
Der Führer des Schiffs gefangen und in den Schiffsrumpf gebracht,
Schloß, Palast im Flammenmeer.

94.
Gran, Po, erleiden großes Elend durch Frankreich,
Vergeblicher Terror am Morgen (in) Lyon:
Menschen(massen) ohne Ende überqueren das Meer.
Ohne Entrinnen das Viertel einer Million.

95.
Die besiedelten Orte sind unbewohnbar geworden!
Wegen des Landes kommt es zur Teilung.
Die regierung überläßt man bewußt Unfähigen,
zwischen den Brüdern kommt es zum tödlichen Streit.

96.
Gleißendes Feuer wird man am Himmel erblicken,
nahe des Endes und Ursprung der Rose3),
Hunger, Schwert, spät wird Hilfe kommen,
Persien macht sich auf, Mazedonien zu überfallen.

97.
Hoher Priester von Rom, bewahre Dich davor,
dich der Stadt zu nähern, die von zwei Flüssen bewässert.
Dein Blut wirst du dort ausspeien,
Deins und das der Deinen, wenn die Blütezeit der Rose

98.
Derjenige, dessen Gesicht das Blutzeichen hat,
nähert sich dem heiligen Opfer,
Jupiter (Donner3) im Löwen, vorhergesagt durch die Prophezeiung,
wird in den Tof geschickt wegen des Verlöbnisses/Verlobung.

99.
Italienische Erde, wie durch die Voraussage erklärt,
Wegen/durch das Volk Frankreichs, welches sehr bedrängt wird.
Doch die keltische Nation (Mitteleuropa) wird die Stunde fürchten,
Nordwinde, Flotte/Ordnung3) zu lange zurückgedrängt.

100.
Innerhalb der Inseln kommt es zum schrecklichen Tumult,
Nichts zu erfahren, außer wer den Krieg vorantreibt,
So groß wird für die Vorankündern der Spott sein,
daß man sich in die große Liga einordnet.

DRITTE CENTURIE

1.
Nah vom Kampf und einer Seeschlacht,
ist der große Neptun im Alarmzustand,
Der rote Gegener erblaßt vor Angst,
wenn er den großen Ozean in Schrecken versetzt.

2.
Das göttliche Wort wird auf das Wesentliche gebracht,
versteht Himmel, Erde oder Okkultes durch das Mystische.
Körper, Seele, Geist, verfügen über alle Macht,
Soviel unter ihren Füßen, wie zum Himmel entfernt.

3.
Mars und Merkur und das Geld (Silber) miteinander vereint
gegen Mittag extreme Trockenheit,
Aus dem unteren Asien wird ein Erdbeben gemeldet,
Korinth, Ephesus (Griechenl.) daher in Bestürzung

4.
Wenn nah sein wird, der Fehler der Monde.
Von einem zum anderen keine große Distanz:
Kälte, Trockenheit, Gefahren an den Grenzen,
Ähnlich, wo das Orakel seinen Anfang hatte.

5.
Ziemlich langes Gebrechen von beiden großen Himmelskörpern
was zwischen April und März beginnen wird,
Oh, welche Verteuerung! Doch zwei große Gutherzige
über Land und Meer unterstützen sie alle Seiten.

6.
In die verschlossenen Tempel schlägt der Blitz ein,
Die Stadtbewohner innerhalb erleiden starke Schäden:
Pferde, Kühe, Menschen, die Welle berührt sie
durch Hunger, Durst unter den sehr gläubigen Armeen.

7.
Die Flüchtigen, Feuer vom Himmel unter den Spießen/Zwist
Konflikt der sich ergötzenden katholischen Geistlichen* folgt:
Von der Erde aus schreit man zum Himmel um Hilfe,
wennn nahe der Mauern die Kämpfe ausbrechen.
"Corbeaux", auch Totengräber (nicht "Raben", wie meist übersetzt!)

8.
Die Cimbres (dtsch. Küstenbewohner), vereint mit ihren Nachbarn,
ungeliebt kommen sie fast (bis) nach Spanien hinein:
Leute versammeln sich, Guyenne und Limousin (Südfrankr.)
bilden eine Liga und sie sind Verbündete.

9.
Bordeaux, Rouën und La Rochelle, verbunden
werden, um das große Meer herum Ozeane halten.
Engländer, Bretonen und die Flamen vereinigt,
sie jagen sie bis nach Rouen (Südfrankr.).

10.
Durch Blut und Hunger, sehr großes Elend,
Siebenmal treffen sie auf diese Meeresküste,
Monaco hungert, Stätte/Ort, gefangen in großem Zwang,
Der Große leitet/führt den Feuerhaken, durchbohrt (den) Käfig.

11.
Die Waffen kämpfen für eine lange Zeit am Himmel,
der Baum im Zentrum der Stadt fällt,
Gesindel/Gewürm, angefressen, Schwert, im Gesicht Feuerbrand,
gleichzeitig unterliegt der Herrscher von Hadrie (?).

12.
Wegen des Anschwellens von Heb.Po, Tag.Tymb. und Rome
und durch die Seen von Genf und Aretin:
Die beiden großen Chefs und Städte an der Garonne (Frankr.)
Gefangen, tot, ertränkt, flieht die menschliche Beute.

13.
Durch den Blitz in der Arche schmelzen Gold und Geld.
Von zwei Gefangenen ißt einer den anderen auf,
von der Stadt, mit der größten Fläche,
wenn dieser Typ unter Wasser schwimmen wird.

14.
Durch das Komplott der tapferen Person,
Die einfachen Franzosen, durch den Vater/Gründer unglücklich:
Ehren, Reichtümer, Arbeit, in seinem hohen Alter,
um den Rat eines einfältigen Menschen befolgt zu haben.

15.
Herz, Tapferkeit, Ruhm, die Regierung wechselt,
von allen Seiten, bedrängt von seinem Gegener:
Dann die Kindheit Frankreichs durch Tod unterjocht,
Der große Regent wird dann sehr dagegen sein.

16.
Der englische Prinz, Mars bestimmt sein himmlisches Herz,
will seinem bühenden Glück folgen.
Von zwei Duellen, wird das eine die Galle/den Haß durchbohren.
Gehaßt von ihm, sehr geliebt von seiner Mutter.

17.
Mont Aventin (Rom) sieht man nachts brennen,
Der Himmel verdunkelt sich plötzlich in Flandern:
Wenn der Monarch seinen Neffen fortjagt,
die Leute der Kirche werden Skandale auslösen.

18.
Nach dem Milchregen, ziemlich lange anhaltend,
in mehreren Orten von Reims (Frankr.) berührt der Himmel,
O, welch blutiger Konflikt, bereitet sich nahe von ihnen vor.
Väter und Söhne, Könige wagen sich nicht zu nähern.

19.
In Luque wird es Blut und Milch regnen,
kurz bevor der höchste Staatsrichter wechselt.
Große Pest, Krieg, Hunger und Durst sind wahrzunehmen.
Weit entfernt stirbt ihr Höchster und Leiter.

20.
Durch die Gegenden des großen Flusses Bethique
Weit vom Ebro (Nordspanien) im Königreich von Granada,
Kreuz zurückgeschlagen durch die Mohammedaner,
Einer von Corduba wird den Gegner/Widersacher verraten.

21.
Am Crustamin (Conca-Fluß) durch adriatisches Meer,
taucht ein entsetzlicher Fisch auf,
von menschlichen Antlitz, am Ende fischähnlich,
welcher außen an der Angel hängenbleiben wird.

22.
Sechs Tage lang wird vor der Stadt angegriffen,
Dienerschaft wird stark und trachtet nach Streit/Kampf,
Drei geben sie zurück und ihnen wird vergeben,
der Rest mit Feuer und Blut, Leib durchschnitten.

23.
Wenn Frankreich das Lygustische (ligurisch?) Meer passierst,
wirst du dich zwischen Inseln und Meer eingeschlossen sehen.
Islam entgegengesetzt, durch das (h)adriatische Meer (?):
Von Pferden und Eseln wirst du die Knochen abnagen.

24.
Das Unternehmen bringt große Verwirrung,
Verluste an Leuten, unzählige Schätze:
Du solltest hier keine weitere Extension (Ausdehnung) wagen,
Frankreich, erinnere Dich, an das, was ich sagte!

25.
Jener des Königreiches Navarra macht sein Glück,
wenn sich Sizilianer und Neapeler verbinden:
Bigorre und Landes (Südfrankr.) wird durch Zusagen gehalten.
durch einen, allzu sehr vereingt mit Spanien.

26.
Die Könige und Fürsten errichten Simulationen (Trugbilder?),
Hohle Voraussagen/Mutmaßungen, erhöhen die Wahrsager:
Das Horn des Opfertieres vergoldet, und von beißendem Blau,
werden sie die interpretieren, welche aus Eingeweiden wahrsagen.

27.
Lybischer Fürst, entscheidend/mächtig im Westen,
Frankreich, von Arabern dermaßen entflammt*:
Gelehrte (1,2) der Schriften werden nachgeben/sich fügen/anpassen,
die arabische Sprache ins Französich zu übersetzen.
*Ob "begeistert" oder "in Brand gesteckt", läßt sich nicht herauslesen...

28.
Aus einem gläubigen Gebiet und armem Elternhaus
am Ende schafft er Frieden für das Imperium,
lange Zeiten regiert ein junges Mädchen
Niemals überdauerte man eine schlimmere Regierung.

29.
Die beiden Neffen, an verschiedenen Orten großgezogen,
Seekämpfe, Steine fallen zur Erde,
durch Kriege werden sie hoch emporsteigen,
Rächen/ahnden das Unrecht unterlegener Feinde.

30.
Der, welcher in Ringen und mit wirklich kriegerischer Tat,
größer getragen wird (höher gelobt wird), als es ihm gebührt.
Des Nachts im Bett werden ihn Sechs erstechen,
Nackt, ohne Harnisch/Schutz, wird er unerwartet überlistet.

31.
Auf den Feldern von Mede (?), Arabien und Armenien
zwei große Truppen (lat.:"copia") versammeln sich dreimal
Nah des Flusses (von) Araxes* ereignet es sich,
vom großen Soliman, zur Erde werden sie fallen.
*Mögliche Flüsse: Arac, Aras oder Araks (alle nahe Iran, Türkei, Russland)

32.
Das große Grab der Leute von Aquitanien (Südfrankreich/Pyrenäen),
wird nahe der Toskana liegen:
Wenn sich Mars nahe der deutschen Ecke befindet,
und beim Terrain des Volks von Mantuane (Mantua, Norditalien).

33.
In der Stadt, in welcher der Wolf einzieht,
recht nah, von dort sind die Feinde:
Fremde Truppen verwüsten viel Land,
Die Freunde überqueren Berge und die Alpen.

34.
Dann, wenn der Fehler an der Sonne sein wird,
den ganzen Tag über wird man das Monster sehen:
Man wird es vollkommen anders deuten,
die Verteuerung nicht aufzuhalten, niemand sah es voraus.

35.
Im tiefsten Westen von Europa,
wird von armen Leuten ein junges Kind geboren,
durch seine Sprache verführt es große Menschenmassen,
sein Lärm wird zu den Regierungen im Orient sehr anwachsen.

36.
Begraben, kein Tod durch Schlaganfall.
Man findet ihn, die Hände aufgefressen,
wenn die Stadt den Ketzer verdammt,
der ihre Gesetze, wie ihnen dünkt, veränderte.

37.
Vor dem Angriff wird ein Gebet gesprochen,
Mailand, vom Adler erobert, durch Verrat eingeleitet,
Antike Mauern stürzen durch die Kanonen ein,
durch Feuer und Blut, am Ende nur wenig Barmherzigkeit.

38.
Das französische Volk und fremde Nation,
Jenseits der Berge, Tod, Gefangenschaft und Niederlage:
Im mühsamen Monat und nah der Traubenlese/Weinernte,
von den Herren in Übereinstimmung wiederhergestellt.

39.
Drei von Sieben werden in Übereinstimmung gebracht,
um die Apenninen zu unterwerfen:
Doch das Unwetter und ligurische Feigheit
die Verfolger in plötzlichem Ruin.

40.
Das große Theater beginnt auf's Neue,
die Würfel gefallen, die Netze schon ausgeworfen:
Zu sehr ermüdet der Große im Eis/in der Kleinigkeit
durch erschlaffte Bögen für längere Zeit schon gespalten.

41.
Der Bucklige wird für den Rat gewählt,
Ein scheußlicheres Monster tauchte nie auf der Erde auf;
Der schnelle Stich/Hieb zerschmettert dem Prelaten das Auge:
Der Verräter wird vom König als Getreuer angenommen.

42.
Ein Kind, geboren mit zwei Zähnen im Rachen,
Durch Regen werden in Tulcie (Tuscia=Toskana?) Steine fallen:
Wenige Jahre danach gibt es kein Getreide, keine Gerste,
um die zu retten, die durch den Hunger sterben werden.

43.
Leute aus der Gegend um den Tarn, Lot, und der Garonne
Nehmt euch in acht, die Apenninen zu überqueren,
Euer Ende/Grab, nahe von Rom und Ankona
Der schwarze Krausbart wird sein Siegeszeichen errichten.

44.
Wenn das vom Menschen gezähmte Tier
nach langem Mühen und Mängeln zu sprechen beginnt:
Der Blitz aus dem Ring* wird sehr bösartig/zerstörerisch sein
Von der Erde ergriffen und in der Luft schwebend.
*korrekt:"vierge"=Jungfrau, aber "verge"= Ring/Stab und Lichtstreifen (phys.)

45.
Die fünf Fremden betreten das Innere des Tempels,
ihr Blut wird die Erde entwürdigen;
Für die Toulouser (Südfrankr.) wird dies ein hartes Exempel
durch einen, der kommt, ihre Gesetze auszurotten.

46.
Der Himmel über der Stadt Plancus (Lyon?) gibt uns Vorzeichen,
durch deutliche Zeichen und durch Fixsterne,
daß durch seine unerwartete Veränderung das Zeitalter herannaht,
nicht zu seinem Guten, nicht für die Schlechten.

47.
Der alte Monarch, seiner Macht beraubt,
vom Orient wird er Hilfe für sich erbitten,
Aus Furcht vor dem Kreuz läßt er seine Fahne sinken,
In Mytilene (griech. Insel Lesbos) geht man an Hafen und Land.

48.
Siebenhundert Gefangene, brutal angebunden,
halb getötet, dem Schicksal übergeben:
Die nahe Hoffnung kommt dann prompt,
doch nicht rechtzeitig genug, da ein Fünfzehntel tot.

49.
Regierung Frankreichs, du wirst dich sehr verändern,
in einen fremden Ort wechselt das Reich,
in anderen Gesetzen und Gebräuchen wird rangiert,
Rouen und Chartres werden dir viel Schlechtes zukommen lassen.

50.
Die Republik von der großen Stadt,
auf große Strenge/Genauigkeit will sie nicht einwilligen:
Der König geht hinaus wegen der Gerüchte/Klatschtanten,
die Schandleiter an der Mauer, die Stadt bereut.

51.
Paris beschließt (auch Verschwörung) eine große Mordtat
Blois wird es mit vollem Effekt herauslassen:
Die von Orleans möchten ihren Anführer/Chef wieder einsetzen,
Angiers, Troyes, Langres, ihnen wird übel mitgespielt.

52.
In der Campagna (Norditalien) wird es sehr lange regnen,
Und in der Poüille (Süditalien) sehr lange Trockenzeit,
Hahn sieht den schönen Adler völlig übel/schlimm,
durch den eingesetzten Löwen führt es zum Äußersten.

53.
Wenn der Größte die Belohnung/den Preis wegträgt,
jene aus Nürnberg, Augsburg und jene aus Basel,
wird durch den Chef von Köln wieder Frankfurt zurückerobert,
Quer/mitten durch Belgien geradewegs nach Frankreich.

54.
Der eine von den Größten flieht nach Spanien,
das danach aus weiter Wunde bluten wird,
Truppen passieren die hohen Berge,
verwüsten alles und regieren dann in Frieden.

55.
In dem Jahr, wenn ein Auge in Frankreich regiert,
gerät der Hof (kurz*) in eine recht böse Unruhe/Verwirrung
der Große von Blois tötet seinen Freund,
die Regierung ins Übel gebracht, und doppelte Zweifel.
*Doppelsinn durch Falschschreibung"cour(t)"=Hof und kurz...

56.
Montauban, Nimes, Avignon und Beziers (Südfrankr.),
Seuche, Donner und Hagel am Ende des März (Ende d. Krieges?)
Von der Pariser Brücke, Mauer Lyon, Montpellier,
Seit sechshundertundsieben (607) xxiii. Teile/Stücke.

57.
Siebenmal sieht man, wie sich das Volk Britanniens verändert,
blutbefleckt in zweihundertneunzig (290) Jahren:
Frankreich, kein Stützpunkt Deutschlands,
Ariez bezweifelt sein polnisches Bastar Nam. (Polen-Deutsche).

58.
Nahe am Rhein der Maulbeerholz-Berge (oder St. Moritz, 45 km?),
wird ein Großer der Leute geboren, zu spät gekommenen,
welcher den Donau- und Weichselraum verteidigen wird,
von dem man nicht wissen wird, was aus ihm geworden ist.

59.
Das barbarische Reich, durch den Dritten widerrechtlich besetzt,
den größten Teil seines Blutes bringt er zu Tode,
altersschwach stirbt, durch ihn, der/das geschlagene Vierte,
aus Angst, daß Blut durch das Blut nicht tödlich wäre.

60.
Durch ganz Asien, große Unterdrückung,
Gleiches in Mysien, Lydien und Pamphylien (Südtürkei),
Blutvergießen wegen der Absolution (Sündenlossprechung),
von einem schwarzen Jungen, angefüllt mit Untreue.

61.
Die große Bande (auch der gr. Orientale), und kreuztragende Sekte,
sie halten sich/stellen sich in Mesopotamien auf (Irak-Türkei),
vom nahen Fluß, leichte Truppen,
welche manches Gesetz für den Feind bereithalten werden.

62.
Nahe des Duero (Portug.), durch das nicht geschlossene Wachsmeer,
kommt, die großen Berge der Pyrenäen durchstoßend,
die sehr kurze Macht und ihre stechende Rüge/Erklärung
in Carcassonne (Südfrankr.) regieren seine Anführer.

63.
Römische Macht, sie ist völlig am Boden,
sein großer Nachbar tritt in seine Fußstapfen:
Düsterer ziviler Haß und Streit,
verzögern durch die Torheiten ihre Narren.

64.
Der Führer von Persien läßt große Lastschiffe beladen
dreirudrige Flotte gegen das mohammedanische Volk,
von Parthien und Medien beschießen sie die Cycladen*
lange Zeit Ruhe im großen ionischen Hafen.
*von Persien aus beschießt man die griechische Inselgruppe.

65.
Wenn die Grabstätte des großen Römers gefunden wird,
einen Tag später wird der Papst gewählt:
vom Kriegsrat wird er nicht bestätigt,
vergiftet sein Blut durch den heiligen Kelch.

66.
Die große Amtsinhaberin von Orleans wird zum Tode verurteilt,
es geschieht durch einen Blutrünstigen:
den verdienten Tod wird er nicht durch das Schicksal sterben,
an Füßen und Händen die Gefangene übel zugerichtet.

67.
Eine neue Seke von Philospophen,
Tod, Gold, Ehre und Reichtum verachtend,
bleibt nicht innerhalb der deutschen Berge eingegrenzt,
von ihrem Gefolge werden sie Unterstützung und Antrieb erhalten.

68.
Spanien und Italien, Völker ohne Führung,
vom Tod verfolgt in Cherronosse (Halbinsel Krim: Chersonèse?),
ihre Führer, verraten von einem leichtsinnigen Narren,
alles schwimmt im Blut wegen des Unglücks.

69.
Große Verwaltung , ausgeführt durch einen jungen Menschen,
er wird sich den Feinden in die Hände geben,
doch der Greis (Alte), geboren im halben Schwein,
macht Châlon und Mâcon zu Freunden.

70.
Das große Britannien, gemeint ist England,
wird durch mächtige Wassermengen überflutet:
Das neue Bündnis von Ausonne (Italien) führt zum Krieg,
daß man sich gegen sie verbünden. wird.

71.
Die von den Inseln werden lange belagert,
fassen Mut, stürmen gegen ihre Feinde,
die von außerhalb sterben, vom Hunger verfolgt
weit größeren Hunger, als man jemals kannte.

72.
Der gute Alte, vollkommen lebendig begraben,
nahe des großes Flusses, wegen falscher Einschätzung (Diagnose),
der neue Alte vom Reichtum veredelt:
Unterwegs ergriffen mit dem ganzen Schatz des Lösegeldes.

73.
Wenn der Hinkende an die Regierung kommt,
Mitbewerber, nicht weit vom Bastard entfernt,
ihn und die Regierung wird so stark die Krätze befallen,
daß, um sie heilen zu können, seine Hilfe zu spät kommen wird.

74.
Neapel, Florenz, Favence und Imola (Mittel- u. Süditalien),
sind am Ende dermaßen in Verdruß,
daß man, dem Unglücklichen aus Nola zu gefallen,
bedauern wird, seinen Chef verspottet zu haben.

75.
Pau, Verona, Vicensa, Saragossa (ital., französ. und spanische Orte)
vom Schwert weit entfernt, der Boden vom Blut durchtränkt:
Mächtge Seuche kommt mit dem großen Schweißgestank/Hülse
Hilfe nähert sich und recht weit entfernt die Heilmittel.

76.
In Deutschland entstehen verschiedene Sekten,
sie nähern sich stark dem glücklichen Heidentum,
das Herz ergriffen, und Zufluchtsstätte der Kleinen
zurückkommend, mit dem richtigen Dime (Währung) bezahlend.

77.
Die dritte Dekade im Widder versteht es,
das Jahr Tausendsiebenhundert und Siebenundzwanzig im Oktober,
Der König von Persien, in Ägypten gefangen,
Konflikt, Tod, Umsturz und großes Schimpfen auf das Kreuz.

78.
Der Führer Schottlands, mit Sechs aus Deutschland,
durch Leute vom orientalischen Meer gefangen,
sie werden Calpre und Spanien durchqueren,
präsent in Persien, beim neuen furchtsamen König.

79.
Die fatale Ordnung, durch die Reihe/Kette unterbrochen ,
kehrt sich um, durch die folgerichtige Ordnung/Anweisung:
Im Hafen von Phocen wird die Reihe unterbrochen,
die Stadt eingenommen, zugleich den Feind.

80.
Vom Chef Englands, wird der Unwürdige verjagt,
den Ratgeber wirft man aus Zorn ins Feuer:
seine Anhänger bewegen sich auf so niedriger Ebene,
daß der Bastard halb zurückgenommen wird.

81.
Der große Schreihals, frech und ohne Schamgefühl,
wird zum Oberbefehlshaber der Armee,
mit der Unverschämtheit seiner Streitsucht
die Brücke abgebrochen, die Stadt vor Angst wie gelähmt.

82.
Freins, Antibol, Städte nahe bei Nizza,
werden verwüstet, stark durch Meer und Erde.
Die Heuschrecken, Erde und Meer in günstigem Wind,
Gefangene, Tote, mißhandelt, erschossen, ohne Kriegsrecht.

83.
Die langen Haare der französischen Kelten,
begleitet von anderen Nationen,
nehmen gefangen das aquitanische Volk,
um es ihrer Gesinnung/Meinung zu unterwerfen.

84.
Die große Stadt wird sehr verwüstet,
Von den Einwohnern wird nicht einer übrigbleiben
Mauern, Frauen, Kirchen und Jungfrauen geschändet,
durch Eisen, Feuer, Seuche, Kanonen, sterben die Leute.

85.
Die Stadt, erobert durch Betrug und Täuschung,
durch die Mittel eines jungen Schönlings getäuscht,
ein Angriff geschieht, Raubine nahe von der AVDE,
er und alle sterben wegen dieser großen List.

86.
Ein Führer von Ausonien (Italien) wird nach Spanien gehen,
über das Meer, sich in Marseille aufhaltend (auch arrestiert),
vor seinem Tod wird er lange Zeit dahinsiechen,
nach seinem Tod wird man ein großes Wunder sehen.

87.
Flotte Frankreichs, nähere dich nicht Korsika,
nicht minder Sardinien, es würde dich reuen,
reichlich würdet ihr sterben, frustriert um Hilfe grunzen,
Blut schwimmt, gefangen, Du wirst mir nicht glauben! *
Verschiedene - ebenso unverständliche - Umstellungen des Satzes möglich!

88.
Von Barcelona über das Meer, eine riesige Armee,
ganz Marseille wird vor Schreck erzittern,
Inseln besetzt, hart versperrt die Hilfe,
deine Überlieferung wird in der Erde schwimmen.

89.
In dieser Zeit, da wird Cypern frustriert sein,
von seiner Hilfe, von jenen am ägäischen Meer (Griechenl.-Türkei):
Alte gemordet, aber durch Übeles und lyphres (?)
ihr König verführt, Königin stark gekränkt.

90.
Der große Satyr und Tiger von Hyrkanien (Persien);
Geschenk überreicht, für jene vom Ozean:
Ein Flottenführer kommt von Carmanien (ebenfalls Persien),
welcher vom Tyrran Phocean (?) Boden gewinnen wird.

91.
Der Baum welcher für sehr lange Zeit verdörrt war,
in einer Nacht kommt er zum Wiedererblühen:
Krone, kranker König, Fuß des Prinzen gekürzt.
Vom Geschrei der Feinde fallen die Hüllen/Schleier.

92.
Die Welt nähert sich ihrer letzten Phase,
Saturn wird noch einmal spät zurückkommen:
Umgezogen/verlagert, verschlimmert sich Nation/Volk Brodde:
Das Auge herausgerissen, durch den Habicht in Narbonne.

93.
In Avignon, alle Führer der Regierung,
treffen Vorkehrungen, um Paris zu zerstören:
Verdruß wird den hannibalischen (?) Zorn halten,
Lyon wird wegen des Wechsels schlecht getröstet sein.

94.
Von fünfhundert Jahren plus rechnen, offen 955491,*
wird jener, welcher eine Zierde seiner Zeit war,
durch einen großen Schlag große Klarheit bringen,
was die aus diesem Jahrhundert sehr zufrieden macht.
Erklärungen dazu, siehe Kapitel 5 : "Kommt Nostradamus aus der Zukunft?"

95.
Das Gesetz Morique's, man sieht es schwach werden,
danach ein anderes, noch weitaus verführerischer,
zuerst kommt es am Dnjepr (Russland) zum Verfallen,
durch Geschenk und Sprachen um einiges attraktiver.

96.
Führer von Fossano (Sardinien?), die Kehle durchschnitten,
durch den Leiter des Lichts/Einsicht und des Hundes/Spions :
Die Sache, durchgeführt durch jene vom tarpéjischen Felsen.
Saturn im Löwen, 13. Februar.

97.
Neues Gesetz, besetzt neues Land,
gegen Syrien, Israel und Palestina,
das große barbarische Reich wird stürzen,
bevor Phebes (Mondgöttin) seinen Zyklus beendet hat.

98.
Zwei königliche Brüder bekämpfen sich so stark,
daß es zwischen ihnen zum tödlichen Krieg kommt,
wobei jeder von ihnen starke Positionen einnimmt,
um Regieren und Leben bewegt sich ihre große Auseinandersetzung.

99.
Auf dem Weideland/Wiesen von Alein und Verneigne,
Am Mont Lebron, nahe der Durance (Südfrankreich)
(Schlacht)Feld von zwei Teilen, Konflikt wird äußerst unangenehm,
Mesopotamien (Irak-Türkei), besiegt in Frankreich.

100.
Der unter den Franzosen zuletzt Geehrte,
der menschliche Gegner wird siegreich sein,
Heer und Gelände im Augenblick ergründet/erkundet,
wenn durch eine Schußwunde der Neider stirbt.

VIERTE CENTURIE

1.
Jene vom Rest des Geschlechts breiten sich nicht weiter aus,
Venedig überlegt, wie es Hilfe bringen könnte,
später wird, nach sehr langer Wartezeit,
die Stadt beim ersten Klang des Horns übergeben.

2.
Wegen Tod beginnt sich Frankreich auf den Weg machen,
Flotte durchs Meer, über die Berge der Pyrenäen wird marschiert,
Spanien in Verwirrung, Militärvolk marschiert
vom sehr Großen, Damen in Frankreich fortgeführt/mitgenommen.

3.
Bei Arras und Bourges (Frankr.), das Zeichen/die Fahne von Brode,
eine größere Anzahl aus der Gascogne kämpft zu Fuß,
jene entlang der Rhone (?) lassen Spanien ausbluten,
nahe des Berges, wo Sagunto liegt (Spanien, nahe Valencia).

4.
Der kraftlose/gebrechliche Prinz verärgert, Jammer und Streit,
von Entführungen und Plünderungen durch Hähne und Libyer,
groß ist zu Erde, durchs Meer, unzählige Segel.
Einzig Italien wird die Kelten (Mitteleuropäer) verjagen.

5.
Friedenskreuz unter einem, vollendet das göttliche Wort,
Spanien und Frankreich sind einig verbündet,
Großer Verlust/Niederlage nähert sich und schrecklicher Kampf,
Kein noch so kühnes Herz, welches nicht erzittert.

6.
Von neuen Kleidern, wird später der Waffenstillstand bewirkt,
Arglist, Verschwörung und hinterhältiger/listiger Anschlag:
Zuerst stirbt, wer den Beweis erbringen wird,
Farbe Venedigs Verführer/Fallensteller.

7.
Der jüngere Sohn des großen, verhaßten Fürsten,
im Alter von 20 Jahren wird er sehr vom Aussatz/Lepra befleckt:
Vor Gram wird seine Mutter sterben, traurig und ausgezehrt,
und er stirbt da, wo der schwache Führer fällt.

8.
Die große Stadt wird prompt und überraschend angegriffen,
in der Nacht eingenommen, die Wachen überrumpelt:
Die königlichen Leibwachen und Wachen St. Quentins,
Dreißigfache Wachen und die Tore aufgebrochen.

9.
Der Führer des Feldlagers, in der Mitte des Gedränges,
mit einem Pfeilschuß am Schenkel verletzt,
während Genf in Tränen und Verzweiflung
verraten wird durch Lozan und Souysses.*
*vermutlich sind "Lausanne" und die "Schweiz" (Suica) gemeint...

10.
Der junge Prinz, falsch beschuldigt,
versetzt das Lager in Streit und Durcheinander:
Getötet der Führer, um gleichzuziehen (zu vergelten),
Zepter beschwichtigt, dann heilt es Skrofulose/den Kropf.

11.
Der, welcher bedeckt von der großen Haube,
wird zu einigen tödlichen Taten verleitet:
Die zwölf Roten kommen, das Tuch zu besudeln,
mit Mordtaten, wird sich das Morden immerwährend fortsetzen.

12.
Das riesige Heer gerät vom Marsch in die Flucht,
Nur sehr wenige werden nicht verfolgt werden:
Kriegsheer versammelt und nebeneinander wieder eingesetzt*,
dann werden alle im Umkreis aus Frankreich verjagt.
* auch: "...und (ins) Gelände zurückgezogen..."

13.
Nachrichten von größten Verlusten werden überbracht,
die Meldung versetzt das Heer in Schrecken:
Verbunden widersetzt man sich geeint dem Aufstand ,
große, doppelte Front, wird aufgegeben/sich selbst überlassen.

14.
Der plötzliche Tod der ersten/höchsten Person,
bringt den Wechsel und ein anderer gelangt an die Regierung:
Bald, (aber) spät gekommen, so hoch und jung an Jahren,
Über Land und Meer erreicht er, daß man ihn fürchtet.

15.
Von dort, wo man denkt, daß der Hunger herkommt,
von da wird die Sättigung kommen:
Das Auge des Meeres, durch den hündischen Geiz/geizigen Hund,
Für den einen gibt der andere Öl, Weizen.

16.
Die Freistadt wird zum Sklaven der Freiheit,
den Verfolgten und Denkern (auch Fantasten) Asyl bietend:
Der König wechselt, mit ihnen verfährt man weniger dreist,
aus hundert sind mehr als tausend geworden.

17.
Wechsel in Beaune. Nuy, Chalon und Dijon (Frankr.)
der Herzog möchte den Schlagbaum verbessern (Grenz-Sperre),
Handelsleute nahe am Fluß, Fische, Schnabel/Landzunge gesenkt,
nur der Schwanz zu sehen: die Pforte wird verschlossen.

18.
Von den meisten Wissenschaften über die himmlichen Geschehnisse
sind sie durch unwissende Prinzen verworfen worden,
für strafbar erklärt, fortgejagt wie Verbrecher
und zu Tode gebracht, da, wo man sie aufspürt.

19.
Vor Rouen wird von den Widerspenstigen der Sitz gehalten,
zu Land und Meer werden die Durchfahrten geschlossen,
von Haynaut: und Flandern, von Gent und die von Liege (Belgien),
durch Geschenke* beendet, geplündert die Strände/Ufer.
*"par dons" als "Pardons" gelesen: "Keine Pardons (Gnaden) gewährt..."

20.
Gott verleiht für lange Zeit Frieden im Überfluß
während seiner gesamten Regierungszeit, verdörrt die Lilienblüte,
tote Körper, vom Wasser, sagt man, an Land getragen,
warten vergeblich auf das Glück, begraben zu werden.

21.
Der Wechsel wird sehr tiefgreifend sein,
Stadt, Provinz, gewinnen durch die Veränderungen,
Weites/großes Herz, Klugheit, treibt ihn geschickt voran,
Meer, Land, Menschen, seine Lage/Zustand ändert sich.

22.
Die große Streitmacht, die herausgeschlagen (fortgejagt) wird
sind im gleichen Augenblick für den König notwendig,
die vor langem versprochene Zusage wird verdreht,
nackt sieht er sich in kläglicher Verwirrung.

23.
Unzählige von Kriegsschiffen
Kalk, Magnesium , Schwefel und Pech wird brennen,
die lange Ruhe dieser sicheren Stätte
Port Selin, Herle, Feuer wird sie verzehren.

24.
Vernehmbar aus heiliger Erde, vom Geist, die heilige Stimme
menschliche Flamme als göttliches Leuchten angesehen,
bewirkt, daß die Alleinstehenden die Erde mit ihrem Blut färben,
und die heiligen Tempel für die Unreinen verderben.

25.
Erhabene Körper, ohne Geheimnis/Ende für das Auge sichtbar,
werden vernebelt wegen ihrer Vernunft/Gründe,
Körper, schamlos begreifend, Sinne und Haupt, unsichtbar,
vermindern die heiligen Gebete.

26.
Großes Segel , der Bienenschwarm erhebt sich,*
daß kein Geschenk retten kann, dir den Eingang zu markieren*
entdeckt die Öffnung/Mündung; unter Schlamm aufgeschnitten, *
Stadt verraten, durch fünf nicht nackte Weiße/Zungen/Sprachen.
*Zeile kaum übersetzbar. Viele Wortfragmente aus anderen Sprachen entlehnt.

27.
Salon, Tansol, Tarascon(Südfrankr.) vom SEX.(ten) Bogen ,
da, wo noch die Pyramide steht:
Man kommt, auszuliefern den Prinzen Dänemarks,
verhöhntes Auslösen des Prinzen von Artemis (Jagdgöttin).

28.
Zur Zeit, wenn Venus durch die Sonne verdeckt sein wird:
Unter dem Schein wird eine verborgene Form sein,
Merkur wird es durch's Feuer enthüllen,
mit kriegerischem Getöse wird ein Handstreich durchgeführt.

29.
Die Sonne verborgen, verdunkelt durch Merkur
wird nur für den zweiten Himmel/Vorsehung gemacht:
Vom Vulkan Hermes wird die Speise zubereitet,
man sieht die Sonne durch weiß-gelbliche Dämpfe.

30.
Mehr als elfmal wünscht der Mond die Sonne nicht,
alles vergrößert sich und fällt vom Grad ab:
Ja, so tief, daß man nur wenig Gold zusammentragen wird.
Erst nach Hunger und Seuchen wird das Geheimnis gelüftet.

31.
Um Mitternacht, der Mond über dem hohen Berg.
Der neue Weise, der als einziger zu sehen versteht,
wird durch seine Schüler unsterblich verehrt.
Augen gen Mittag, im Geist, Hände, Körper zum Feuer.

32.
Zu jenen Zeiten und Orten wird man hilflos und unentschlossen sein
Das allgemeine Gesetz wird ins Gegenteil verdreht,
alles wird stärker bestehen, dann aus der Mitte entfernt,
der Gemeinschaftsgeist geht immer mehr zurück.

33.
Jupiter, mehr mit Venus als dem Mond verbunden,
zeigt sich von hellem Glanz:
Venus, verborgen unter dem Schein Neptuns,
von Mars geprägt, durch die große Verästelung.

34.
Der Große, in Gefangenschaft aus fremder Erde geführt,
mit Gold verkettet, dem König C H Y R E N dargeboten:
welcher in Ausonien, Mailand (Italien) den Krieg verliert,
und sein gesamtes Heer wird unter Feuer und Schwert liegen.

35.
Das Feuer breitet sich aus*, die Jungfrauen verraten,
den größten Teil der neuen Clique;
Blitze aus Eisen geschleudert, die alleinigen Könige behütend,
Etruskern (Toskana) und Korsen, nachts der Meßstab angezündet.
*durch Falschschreibung auch "das Feuer ist gelöscht" (von: "éteindre/étendre"?)

36.
Die neuen Spiele, in Frankreich wieder in Gang gebracht,
nach dem Sieg von Oberitalien, Südfrankreich
Berge des Hoffens, die Großen vereint (lier?,1) emporgehoben.
Vor Angst zittern die Italiner und Spanier.

37.
Franzosen kommen, um mit Sprüngen in die Berge einzudringen,
besetzen den großen Ort Oberitaliens:
aus der Tiefe heraus fällt sein Heer ein,
Genua, Monaco, vertreiben die rote Flotte.

38.
Während Herzog, König, Königin, ihrem Amt nachkommen,
byzantischer Führer gefangen in Samothrace (Insel d. Ägäis):
Vor dem Angriff wird der eine den anderen auffressen,
der harte Gegenspieler wird der Blutspur folgen.

39.
Die Rodiens-er (Rhodos/Rodesien?) rufen nach Hilfe,
durch das Versäumnis seiner Erben, hilflos
das arabische Imperium wird seinen Kurs wieder gültig machen,
durch den Westen wird die Angelegenheit berichtigt/bereinigt.

40.
Die kleineren Stützpunkte der hart Belagerten,
sinken durch Pulver mit Feuer (Feuerpulver?) in die Tiefe:
Die Verräter werden alle lebendig eingeschlossen/zusammengepreßt
Nie gab es erbärmlichere Zwietracht/Spaltung an den Sakristeien.

41.
Das gymnastische Geschlecht (?), gefangen durch Bewirtende,
kommt nachts, die Wächter zu hintergehen:
der Führer des Lagers läßt sich durch seinen Dialekt täuschen,
das Geschlecht zurücklassend, es wird jämmerlich anzusehen sein.

42.
Genf und Langres durch jene von Chartre und Dolle,
und durch Grenoble, gefangen bei Montelimar
Seysset, Lausanne durch betrügerische Arglist,
verraten für 60 Goldmark.

43.
Kampflärm wird am Himmel zu hören sein,
daß selbst die Götter zu Feinden werden,
sie möchten die heiligen Gesetze unrechtmäßig anfechten,
durch Blitz und Krieg werden die wirklich Gläubigen sterben.

44.
Zwei gewichtige von Mende, von Rhode und Milhau,*
Cahors, Limoges, Castres, schlechte Woche *
Innerhalb von nuech , von Bordeaux ein cailhau *
Wegen Perigord werden die Glocken läuten.*
*Achtung!Vers 444: Nur Auflistung von Namen und Unsinn (!)

45.
Wegen Konflikt wird der König die Regierung (sein Amt) aufgeben,
der noch Mächtigere hat das Bedürfnis, aufzugeben, (wird schwach),
verfolgt vom Tod entkommen nur wenige,
alles wird zerstört - einer wird es bezeugen.

46.
Bestens die Tat verteidigt, hervorragend,
Hüte dich, Tours, vor deinem nahen Untergang:
London und Nantes werden sich bei Reims verteidigen,
Überschreite nicht die Zeit jenseits des Braunen/Bräunens.

47.
Der wilde Schwarze, wenn er versuchen wird,
seine Hand, blutig durch Feuer, Eisen, gespannte Bögen,
allesamt vom Volk werden in so starken Schrecken versetzt,
zu sehen die Größten, welche an Hals und Füßen gehängt wurden.

48.
Hobelspan, fruchtbares Oberitalien; ausgedehnt,
wird so viele Fliegen (Bremsen) und Heuschrecken hervorbringen,
(die) Klarheit der Sonne weicht ins Bewölkte ab,
fressen alles, große Seuche kommt durch sie.

49.
Vor dem Volk wird Blut vergossen,
das vom hohen Himmel nicht fortgewischt werden kann,
aber für eine lange Zeit wird es nicht verstanden,
der Geist eines einzigen wird es bezeugen.

50.
Man wird (die) Waage den Westen regieren sehen,
über Himmel und Erde hält man die Alleinherrschaft/Monarchie,
von Vertiefungen asiatischer Streitkräfte wird man nichts sehen,
bis nicht sieben ihren Platz in der Regierung hatten.

51.
Ve (?) Der Herzog, begierig seinen Feind zu verfolgen,
wird hineingehen, das dichte Heer zu hindern,
angetrieben zu Fuß, so dicht kann man verfolgen,
daß die Schlacht nahe vom Ganges entbrennt.

52.
In der belagerten Stadt, an den Mauern, Männer und Frauen
Feinde draußen, der Führer, bereit sich zu ergeben:
der Wind richtet sich stark gegen die Leute der Armeen,
vertrieben werden sie durch Kalk, Staub und Asche.

53.
Die Flüchtlinge und Verbannten, zurückberufen,
Väter und Söhne rüsten die hohen Herren groß aus,
Der grausame Vater und die Seinen ersticken,
sein Sohn, noch schlimmer, ertrinkt im Brunnen.

54.
Vom Namen, den niemals ein französischer Herrscher trug,
niemals gab es einen so furchtsamen/ängstlichen Blitz,
Spanien, Italien und England erzittern,
von der höchst aufmerksamen, fremden/ausländischen Frau.

55.
Wenn die Krähe auf den Mauerfugen,
über sieben Stunden nichts anderes macht, als zu schreien,
Tod vorhergesagt, von blutbefleckter Statue,
Tyrann ermordet, das Volk betet zu den Göttern.

56.
Nach dem Sieg der rabiaten Sprache (auch: Zunge),
taucht der Geist in Stille und Ruhe ein:
Blutiger Sieger, wegen des Konflikts hält er eine Rede,
verbrennt die Sprache (Zunge) und das Fleisch und die Knochen.

57.
Unbewußtes Verlangen/Mißgunst, vom großen König getragen
faßt den Entschluß, die Schriften zu verteidigen:
Seine Frau, keine Frau für eine andere Verführung,
zwei völlig Falsche*, werden weder starkmachen, noch schreien
auch: "mehr als doppelte Zwei..." / "mehr als zwei Doppelte..." ("double"=auch 'falsch')

58.
Glühende Sonne strömt in den Schlund,
vom menschlichen Blut befeuchtet das Land der Toskana,
Führer, von Wasser bespritzt, bei ihm sein verschwundener Sohn,
Gefangene Dame, begleitet ins Land der Türken.

59.
Zwei Belagerte, in glühendem Zorn,
den Durst löschend aus zwei flachen Tassen;
der Starke feilte und ein Alter denkt nach,
den Genfern werden von Nira Trassen (neusprachl.!) aufgezeigt.

60.
Die sieben Kinder als Geiseln zurückgelassen,
der Dritte kommt, sein Kind zu töten:
Zwei werden durch seine Söhne mit einen Degenstoß durchbohrt,
Genua, Florenz, sie kommen, zu umzingeln.

61.
Der Alte, verspottet und seines Platzes beraubt,
durch den Fremden/Ausländer, welcher ihn anstiften wird:
Hände seines Sohnes, aufgefressen in seiner Gegenwart,
die Brüder werden in Chartres, Orleans, Rouen, verraten.

62.
Ein Oberst mit ehrgeizigen Ambitionen,
wird sich des sehr großen Heeres bemächtigen:
Gegen seinen Fürsten, verstellte Erfindung(skraft),
und aufgefunden wird er unter Laubwerk/Blättern werden.

63.
Die keltische Armee (Mitteleuropa) gegen die Bergbewohner,
die entdeckt werden und ergriffen, beim Schmausen:
Hungrige Bauern, bald in die Kloaken* gestoßen/verjagt,
alle läßt man dabei über die Klinge springen (kommen dabei um).
*von "fange"= Kloake, Jauche, schlüpfrig, Kot.

64.
Der Schwache in den bürgerlichen Kleidern,
wird den König mit seiner Beleidigung reizen:
fünfzehn Soldaten, der größte Teil Vstageois (?),
frühere/letzte Leben und der Leiter seines Vermögens.

65.
Zum Abtrünnigen/Flüchtling der großen kleinen Festung (?),
nachdem er seinen Platz verlassen haben wird:
wird seinem Gegner ein recht großer Streich gelingen,
der Kaiser wird bald zum Tode verurteilt werden.

66.
Unter der vorgetäuschten Farbe der sieben rasierten Köpfe,
werden verschiedene Kundschafter ausgestreut (entsandt):
Brunnen und Quellen zu vergiften,
in der Festung von Genua, Menschen verzehrt.

67.
Das Jahr in dem Saturn und Mars gleichsam verbrennen,
die Luft, sehr trocken, zieht sich lange dahin:
Durch verborgenes Feuer, durch Hitze, großer Ort entzündet sich
wenig Regen, Wind, heiß, Krieg, feindliche Überfälle.

68.
In dem Jahr, sehr nah an der Venus gelegen,
die beiden Größten von Asien und Afrika:
Von Rhein und Donau, sagt man, sind sie gekommen,
Schreien, Weinen in Malta und der ligustischen (?) Küste.

69.
Die Vertriebenen werden die große Stadt behalten,
die Einwohner, tot, ermordet und verjagt:
Die von Aquileia (Adria) werden an Parma versprochen (Nordital.)
den Zugang zu den nicht vorgezeichneten* Orten zu zeigen.
*Mit "trasse" benutzt der Seher eine moderne Schreibweise! Altfranz. :"tracer"

70.
Direkt angrenzend an die großen Berge der Pyrenäen,
einer richtet sich gegen die großen Truppen des Adlers,
Venen geöffnet, Kräfte exterminiert (vernichtet),
wenn der Führer bis nach Pau vertrieben wird.

71.
An Stelle der Ehefrau werden die Töchter ermordet,
Mordtat durch große Schuld, nicht durch Aberglauben:
in ihren Brunnen, bekleidet ertränkt (korrekt: überschwemmt),
die Ehefrau durch bestes Giftkraut ausgelöscht/dahingestreckt (1,3)

72.
Die Artomiker (arto= lat.: verkürzen) aus Agen & Lectore,
am St. Felix-(Tag ?) hält man die Beratung ab,
jene von Bazas werden in unglücklicher Weise kommen,
Coudom und Marsan sofort zu packen. (Alle Städte in Südfrankr.)

73.
Der große Neffe beweist durch Stärke,
der Frieden macht im kleinmütigen Herz:
Ferrare und Asti (Italien) wird der Fürst prüfen,
dann, wenn man sich abends durch Gebärden ausdrücken wird.

74.
Vom Genfer See und jene von/vom Brannonices (?)
alle versammeln sich gegen die von Aquitanien, (Südfrankreich)
viele Deutsche, noch mehr Schweizer ,
werden mit jenen vom Main vernichtet.

75.
Kurz vor der Schlacht wird man abtrünnig werden,
gegnerische Führung wird den Sieg erringen:
Die Nachhut übernimmt die Verteidigung,
Die Schwachen sterben im weißen (verschneiten?) Gelände.

76.
Die Nictobroger (Volk a.d. Garonne) durch jene von Perigord,
werden zäh bis hin zur Rosne (Rhone?) bedrängt sein:
Der Verbündete von Gascogne und Bigorre
verrät die Kirche während der Priester predigt.

77.
Selinischer (altertüml.: Sizilien?) Monarch, Italien friedlich,
vereinigte Regierungen durch den christlichen König der Welt:
sterbend möchte er in belgischer Erde begraben werden
nachdem Piraten von der Welle verjagt wurden.

78.
Die große Armee bürgerlichen Kampfes,
bei Nacht, Parma von dem Fremden/Ausländer gefunden .
Neunundsiebzig (79) werden in der Stadt umgebracht,
Die Fremden/Ausländer springen alle über die Klinge.

79.
Königliches Blut fliehe, Monhurt, Mas, Aiguillon
überschwemmt von den Bourdelois' werden die von Landes,
Navarra, Bigorre, Stiche und Dauerfeuer*,
gequält vom Hunger, Verschlingen der Eicheln vom Korkbaum.
*wörtl. von: "egueuler"= Abnutzung von Gewehr- u. Kanonenmündungen.

80.
Nahe des großen Flusses werden große Erdgräben verlegt,
in fünfzehn (15) Kanäle/Teile wird Wasser verteilt.
Die Stadt eingeschlossen, Feuer, Blut, Schreie, trauriger Konflikt,
und der größte Teil ist von dem Zusammenstoß betroffen.

81.
Sogleich wird eine Brücke von Booten gemacht,
(zum) Passieren der großen Armee des belgischen Prinzen:
in den Tiefen und nicht weit von Brüssel,
jenseits überquert, sieben mit Spießen vertrieben.

82.
Mengen nähern sich, kommend von Scalvonie (?)
Der "Olestant"* zerstört die alte Stadt:
Stark verwüstet, sieht er sein Romanie (Rumänien/Rom?),
dann wird er die große Flamme nicht zu löschen wissen.
*Wortverwandschaft nur mit lat.: der "Stinker/Besudeler"(?)

83.
In nächtlicher Schlacht, der tapfere Hauptmann (Kapitän)
Überwunden flieht er, wenige Leute verfolgen,
sein Volk erhebt sich zum Aufstand, nicht vergeblich,
sein eigener Sohn wird ihn belagern (ihm besonders lästig sein).

84.
Ein Großer von Auxerre (Mittelfrankr.) stirbt äußerst miserabel,
verjagt von jenen, die mit ihm gewesen sind,
in Ketten gelegt, danach in ein rauhes Tau/Kabel,
im Jahr, wo Mars, Venus, Sonne, dicht beieinander stehen.

85.
Die weiße Pestbeule wird durch die schwarze vertrieben,
(der/die) Gefangene wird auf dem Karren mitgenommen,
Maurisches Kamel, seine Beine zusammengebunden,
dann wird der später geborene Sohn im Meßgewand sein.

86.
Das Jahr, in welchem Saturn im Wasser verbunden sein wird,
mit der Sonne, der König, mächtig und stark,
zu Reims und Aix wird er empfangen und gesalbt,
nach Eroberungen werden Unschuldige getötet.

87.
Ein Sohn des Königs, so sehr in Sprachen unterrichtet,
unterschiedlich in der Regierung zu seinem Älteren,
sein Stiefvater wird den schönsten Sohn verstehen ,
wird (den) wichtigsten Anhänger umkommen/untergehen lassen.

88.
Der große Antoine (Anton), vom Kleinsten erniedrigt,
Durch Phthiriasis (beulenart. Läusesucht) am Ende ausgezehrt,
einer, der lüstern nach Blei/nach der Kugel sein wird,
passiert den Hafen, wird bei der Wahl gestürzt.

89.
Dreißig aus London verschwören sich heimlich,
gegen ihren König, auf der Brücke der Anschlag,
er - Henkersknechte sorgen für einen scheußlichen Tod